Flüchtlingsunterkünfte
Stadt Zürich erhält 100'000 Franken für brandgefährliche Ikea-Häuschen zurück

Die Asylorganisation Zürich (AOZ) und die IKEA-Stiftung haben sich geeinigt: Die Stadt muss die 62 Holzhäuschen nicht bezahlen, die sie für die Unterbringung von Flüchtlingen im vergangenen Jahr gekauft hatte. Sie waren bei einem kurzfristig anberaumten Brandtest durchgefallen.

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Die 62 Hütten der IKEA-Stiftung hatten die AOZ rund 100'000 Franken gekostet. Diese Kosten werden ihr nun zurückerstattet, wie AOZ-Direktor Thomas Kunz am Donnerstag gegenüber dem "Regionaljournal Zürich Schaffhausen" von SRF sagte.

Im vergangenen Dezember wollte die AOZ in der Halle 9 der Messe Zürich in Oerlikon eine provisorische Unterkunft für 250 Flüchtlinge einrichten. Um den Bewohnern eine gewisse Privatsphäre zu gewährleisten, erwarb sie die 62 "Better Shelter"-Holzhütten.

Diese Selbstbauhütten für vier Personen hatte die IKEA-Siftung in Zusammenarbeit mit dem UNO-Hochkommissariat für Flüchtlinge UNHCR entwickelt. Sie haben sich in verschiedenen Ländern im Freien bewährt. Bei einem Brandtest der Zürcher Gebäudeversicherung kamen indes Zweifel auf, ob sie bei einem Einsatz in einer geschlossenen Halle genügend sicher seien.

Über Weihnachten 2015 wurde rasch eine Alternativlösung entwickelt: Es wurden Hütten aus Pressspanplatten zusammengezimmert. Die Unterkunft konnte mit wenigen Tagen Verspätung eröffnet werden.