Kinderbetreuung
Stadt Zürich bekräftigt Vorwürfe gegen Kita-Betbreiber Globegarden nicht

Die «Republik» erhob Mitte Dezember 2019 schwere Vorwürfe gegen Globegarden. In der Folge leitete die Stadt Zürich Kontrollen ein und teilt nun die Ergebnisse mit.

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Obwohl sich die aufsichtsrechtlichen Vorwürfe gegen Globegarden nicht erhärten liessen, macht die städtische Krippenaufsicht Verbesserungspotential aus. (Archivbild)

Obwohl sich die aufsichtsrechtlichen Vorwürfe gegen Globegarden nicht erhärten liessen, macht die städtische Krippenaufsicht Verbesserungspotential aus. (Archivbild)

KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER

Die Untersuchung gegen den Kitabetbreiber Globegarden hat die Krippenaufsicht der Stadt Zürich abgeschlossen. Die Anfang Jahr erhobenen Vorwürfe liessen sich «nicht erhärten». Trotzdem gibt es Verbesserungspotential.

Der Vorwurf der systematischen Fälschung der Belegungslisten ist nach der städtische Schwerpunktprüfung zwar vom Tisch. Allerdings wurden die Vorgaben bezüglich Platzzahl, Betreuungsschlüssel und Personaleinsatz nicht an allen Standorten der Globegarden GmbH eingehalten, wie das Stadtzürcher Sozialdepartement am Donnerstag mitteilte.

Kontrollen erfolgten unangemeldet

Die städtische Krippenaufsicht überprüfte zwischen März und Juni jede Globegarden-Einrichtung unangemeldet. Dabei kontrollierte sie die Anzahl Kinder, deren Alter, den Personaleinsatz sowie Präsenzlisten und Arbeitspläne.

Die Stadt wurde – analog zu regulären Meldungen über allfällige Missstände – aktiv, nachdem das Onlinemagazin «Republik» Mitte Dezember 2019 schwere Vorwürfe gegen die Globegarden-Kitas erhoben hatte.

So sei etwa ein Baby von einem Wickeltisch gefallen, ein anderes Kind sei im Wald verloren gegangen. Ausserdem würden Mitarbeiter über schlechte Arbeitsbedingungen und chronischen Personalmangel klagen. Ferner werde beim Essen gespart, um die Kosten tief zu halten.

Update: Man sei erfreut über die Ergebnisse der städtischen Schwerpunktprüfung, teilte Globegarden am Donnerstag mit. Bei den 37 Kontrollbesuchen seien lediglich in Einzelfällen kleinere Abweichungen bei Präsenz- und Betreuungszeiten festgestellt worden. Man werte die Ergebnisse als Anerkennung für die Leistung der Angestellten.