Der Stadtrat beantragt dem Gemeinderat einen Kredit von insgesamt 7,85 Millionen Franken, wie er am Donnerstag mitteilte. 2,5 Millionen davon sollen an die - noch zu gründende - Trägerschaft für die eigentliche Durchführung der Rad-WM gehen.

3,8 Millionen Franken veranschlagt der Stadtrat unter dem Titel "Einnahmenverzichte", da er gewisse Leistungen nicht in Rechnung stellen wird. 1,5 Millionen Franken sind als Unterstützung von verschiedenen Begleitmassnahmen vorgesehen, um in den Bereichen Veloförderung, Sportförderung sowie Tourismus- und Standortförderung "eine nachhaltige Wirkung" zu erreichen.

Diese städtischen Ausgaben stehen unter den Vorbehalten, dass der Schweizer Radsportverband die Limmatstadt überhaupt als Schweizer Austragungsort der WM auswählen wird und sich auch Bund und Kanton mit je 2,5 Millionen am Event beteiligen werden.

Die Zürcher Kandidatur befinde sich in der Anfangsphase, heisst es in der Mitteilung. Stadt und Kanton würden eng zusammenarbeiten. Die Rennen sollen gemäss den bisherigen Planungen auf dem Kantonsgebiet ausserhalb der Stadt starten. Die letzten Kilometer würden innerhalb der Stadt "zentrumsnah so geplant, dass sie für Zuschauende und Medien besonders attraktiv sind". Auch das Zielgelände soll in der Stadt liegen.

Die Rad-WM fand bislang dreimal - 1923, 1929 und 1946 - in Zürich statt. Von einer vierten Austragung erhofft sich der Zürcher Stadtrat viel: "Es ist mit weit über 500'000 Besuchenden, mit bis zu 160'000 Logiernächten und mit mehreren hundert Millionen TV-Zuschauenden zu rechnen."