Zürcher Gemeinderat

Stadt Zürich steckt weitere 30 Millionen Franken in Wohnbauförderung

Erschwingliche Wohnungen sind in Zürich immer noch Mangelware. (Symbolbild; Foto: mts)

Erschwingliche Wohnungen sind in Zürich immer noch Mangelware. (Symbolbild; Foto: mts)

Mit weiteren 30 Millionen Franken fördert die Stadt Zürich den Wohnungsbau. Die entsprechende Rahmenkredit-Vorlage stiess im Gemeinderat auf breite Zustimmung. Das letzte Wort haben die Stimmberechtigten voraussichtlich am 4. September.

Gegen die Vorlage sprach sich am Mittwoch einzig die SVP aus. Sie sei dem subventionierten Wohnungsbau schon immer kritisch gegenüber gestanden, sagte ein Sprecher. Vorerst kommt die Vorlage nun in die Redaktionskommission. Erst dann wird sie vom Parlament verabschiedet.

Die Richtlinien aus dem Jahr 2005 wurden weitgehend beibehalten. In Sachen Energie wurden sie verschärft - entsprechend dem Ziel der 2000-Watt-Gesellschaft: Unterstützt werden sollen künftig Bauten, welche «energetisch vorbildlich gestaltet» sind. Früher genügte, dass sie «energiesparend und umweltschonend» waren.

Die Mittel kommen dem genossenschaftlichen und dem kommunalen Wohnungsbau zu Gute. Unterstützt werden Neu- und Umbauten. Baugenossenschaften erhalten zinslose Darlehen. Kommunale Wohnungen werden verbilligt. Für die Vermietung gelten klare Richtlinien bezüglich Einkommen, Vermögen und Wohnungsbelegung.

«Bewährtes Instrument»

Das Instrument der Wohnbauförderung gibt es in der Stadt Zürich seit 1942. Alle paar Jahre werden der Stimmbevölkerung die nötigen Mittel beantragt - und sie werden regelmässig mit deutlichen Mehr gutgeheissen. Es sei ein «traditionell bewährtes Instrument», sagte denn auch Stadtrat Martin Vollenwyder.

Letztmals 2005 sagte das Stimmvolk Ja zu 30 Millionen Franken. 5 Millionen davon sollten in die Förderung von Wohneigentum fliessen. Sie wurden allerdings nicht genutzt. Diese fünf Millionen sollen nun den aktuellen 30 Millionen für die Wohnbauförderung zugeschlagen werden.

Dies sei für die FDP eine bittere Pille», räumte ein Sprecher ein. Immerhin erachte sie Wohneigentum als die «ideale Wohnform». Da aber die Vorlage insgesamt «sinnvoll» sei, wandten sich die Freisinnigen nicht dagegen.

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