Grundsätzlich wird pro Wahlkreis mindestens ein Stimmlokal zur Verfügung gestellt. Es seien jene Stimmlokale ausgewählt worden, die hohe Frequenzen aufweisen und mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar seien, heisst es in einer Mitteilung der Stadt vom Mittwoch. Die Lokale sind am Sonntag zwischen 10 und 12 Uhr geöffnet.

Das Stimmlokal am Hauptbahnhof steht den Stimmberechtigten aus allen Wahlkreisen offen und ist am Samstag von 6.45 bis 17 Uhr und am Sonntag von 6.45 bis 10 Uhr in Betrieb. Mit je über 1000 Stimmenden am Samstag und am Sonntag sei es bereits heute das mit Abstand am meisten frequentierte Lokal.

Die Stimmlokale weisen gemäss Stadtrat zum Teil sehr tiefe Frequenzen auf und verursachen zusätzlichen Aufwand. Ihre Anzahl werde daher auf einen zeitgemässen Bedarf reduziert. Bisher verfügte die Stadt über ein sehr dichtes Netz an Stimmlokalen: Am Samstag standen 13 und am Sonntag 42 Standorte zur Verfügung.

Mit über 80 Prozent stimmen die meisten Stimmberechtigten brieflich ab. Drei der wahlkreisgebundenen Stimmlokale werden von 450 bis 800 Stimmenden genutzt, vier von 350 bis 450. "In allen übrigen Stimmlokalen geben weniger als 350 Personen ihre Stimmen ab, in 25 Fällen sogar weniger als 150 Personen." Die meisten der Stimmlokale werden von weniger als 2 Prozent der Stimmenden des entsprechenden Wahlkreises genutzt.

Die Stadt sieht neben dem finanziellen - eine einzelne Stimmabgabe kann in einem schlecht frequentierten Stimmlokal bis zu 5 Franken Aufwand verursachen - auch logistische Vorteile: "Müssen weniger Stimmlokale angefahren werden, treffen die Urnen früher im Auszähllokal ein und die Resultatermittlung kann speditiver erfolgen".