Das 1975 erbaute Haus umfasst 44 Kleinwohnungen und drei 4,5-Zimmer-Wohnungen. Das Haus steht neben dem städtischen Zentrum Dorflinde, das mit dem Zukauf ergänzt wird, wie der Stadtrat am Mittwoch mitteilte. Die Stadt wird die Kostenmiete einführen und damit die Zahl der gemeinnützigen Wohnungen erhöhen.

Das Haus gehörte einer Erbengemeinschaft, welche die Liegenschaft öffentlich zum Verkauf ausgeschrieben hatte. Den Zuschlag hat die Stadt bekommen. Die jetzigen Mieterinnen und Mieter können gemäss Mitteilung in ihren Wohnungen bleiben.

Die Verkäufer hatten allerdings eine Bedingung, wie es in der Mitteilung heisst: Das Geschäft musste unverzüglich vollzogen werden. Aus diesem Grund habe der Stadtrat den Kauf im dringlichen Verfahren genehmigt, obwohl er wegen der Höhe des Kaufpreises eigentlich in die Kompetenz des Gemeinderats gefallen wäre.

Das Prinzip der Kostenmiete besagt, dass die Mieten zwar die Kosten für Kauf, Betrieb und Instandhaltung einer Liegenschaft decken, der Eigentümer aber keinen Profit macht. Die Stadtzürcher Gemeindeordnung schreibt - seit einer Volksabstimmung - vor, dass in der Stadt Zürich die Anzahl gemeinnütziger Wohnungen 2050 ein Drittel des Gesamtbestandes ausmachen muss.