Die Volkswirtschaftsdirektion wird jedoch im Auftrag des Gesamtregierungsrates Möglichkeiten für eine bessere Wahrung der kantonalen Interessen bezüglich Strassen mit überkommunaler Bedeutung in den Städten Zürich und Winterthur prüfen. Auch Gesetzesanpassungen werden nicht ausgeschlossen, heisst es in der Mitteilung.

Damit kann nun die Stadt definitiv wie vorgesehen eine von zwei Abbiegespuren beim Sechseläutenplatz aufheben und dem Platz als zusätzliche Fläche zuschlagen, beziehungsweise für die vom Stadtparlament verlangte Veloführung nutzen. Der Platz zwischen Bellevue und Opernhaus wird zur Zeit von Grund auf neu gestaltet.

Weil eine Staatsstrasse betroffen ist, musste die Stadt der Kantonsregierung einen Antrag zur Genehmigung des Abbaus unterbreiten. Im vergangenen Dezember kam das regierungsrätliche Nein. Die Strasse sei von grosser Bedeutung. Als Hauptverkehrsachse ertrage sie keine Kapazitätsverminderung, ansonsten drohten Staus seeaufwärts bis über die Stadtgrenzen hinaus.

Das Verwaltungsgericht sah dies anders. Es hob im vergangenen August den Regierungsratsentscheid auf. Der Abbau habe voraussichtlich keinen negativen Einfluss auf das Verkehrssystem Bellevue, begründete es seinen Entscheid.