Fluglärmbelastung

Stadt Zürich gegen Änderung der Lärmkurve um den Flughafen

Flugzeug über Wohnsiedlung (Themenbild).

Flugzeug über Wohnsiedlung (Themenbild).

Die Stadt Zürich erachtet es als nicht akzeptabel, dass der Sachplan Infrastruktur der Luftfahrt (SIL) schon wieder geändert werden soll. Es sei Aufgabe des Bundes, Rechts- und Planungssicherheit zu schaffen und nicht diese zu erschweren. 

Das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) hatte im Oktober 2014 mitgeteilt, dass auf Antrag der Flughafen Zürich AG die Lärmkurve im SIL-Objektblatt angepasst werden soll.

Zwar hat sich die Fluglärmbelastung gemäss eines Umweltverträglichkeitsberichts insgesamt nicht markant verändert. Lokale Verschiebungen führen aber dazu, dass die im Bericht ausgewiesene Lärmbelastung nicht mehr mit der Lärmkurve übereinstimmt.

In einer am Mittwoch veröffentlichten Stellungnahme appelliert die Stadt Zürich an das BAZL und das Bundesamt für Raumentwicklung (ARE), davon abzusehen, den SIL schon wieder zu ändern. Der SIL sei ein wichtiges Instrument, damit das Nebeneinander von Stadt und Flughafen gut funktioniert.

Das aktuelle Objektblatt sei bereits eine Anpassung der Neuauflage, die vom Bundesrat am 26. Juni 2013 verabschiedet worden war. Wenn der SIL praktisch jedes Jahr geändert werde, sei es für die betroffenen Gemeinden darunter auch die Stadt Zürich, nicht mehr möglich längerfristig zu planen.

Das Gebiet mit Lärmauswirkungen wird im neuen SIL-Objektblatt nach Süden ausgeweitet - mitten durch Schwamendingen. Die Ausweitung ist notwendig, weil mehr Flugzeuge als erwartet aus Süden anfliegen und weniger aus Osten.

Eine entsprechende Reduktion der Lärmkurve im Osten suche man im neuen Objektblatt allerdings vergeblich. Für die Stadt Zürich ist diese Zonenfestlegung auf Vorrat und ohne Abstützung auf die tatsächliche Lärmbelastung inakzeptabel.

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