Taxitarif

Stadt Zürich erlässt neuen Höchsttarif für Taxis

Der neue Taxitarif weist Höchstansätze auf, die unterschritten und leistungsmässig differenziert werden können.

Der neue Taxitarif weist Höchstansätze auf, die unterschritten und leistungsmässig differenziert werden können.

Die Taxiverordnung Zürcher Stadtrat hat einen neuen Taxitarif beschlossen. Dieser ist aber keine Preisempfehlung. Kunden haben die Möglichkeit, das Taxi mit dem aus ihrer Sicht besten Preis-Leistungs-Verhältnis auszuwählen.

Die Taxikommission als Vertreterin der Taxibranche hat am Taxitarif mitgearbeitet und ist mit diesem einverstanden, wie der Stadtrat gestern Mittwoch mitteilte. Der Tarif gilt ab 1.  Januar 2015. Die maximale Grundtaxe wird von 6 auf 8 Franken angehoben. Die maximale Wartezeittaxe von 69 Franken pro Stunde erhöht sich auf maximal 79.80 Franken (Fr. 1.33 pro Minute).

Momentan gilt eine Fahrtaxe von 3.80 Franken pro Kilometer. Neu soll sich die Fahrtaxe auf maximal 5 Franken pro Kilometer bei einem Transport von bis zu vier Personen belaufen. Bei einem Transport von mehr als vier Personen in einem Grossraumfahrzeug kann ein Zuschlag von bis zu 8 Franken pro Fahrt verrechnet werden.

Zuschläge für Kindersitze

Für gewisse Dienstleistungen können Taxifahrende Zuschläge verlangen. Werden Waren transportiert und müssen die Hintersitze deshalb heruntergeklappt werden, ist ein Zuschlag von bis zu 10 Franken zulässig. Stellen Taxifahrende Kindersitze, Babyschalen oder mehr als eine Kindersitzerhöhung auf Voranmeldung zur Verfügung, dürfen hierfür höchstens 30 Franken verrechnet werden. Der Gebrauch einer einzelnen Kindersitzerhöhung muss gratis sein.

Was die Preisanschrift betrifft, so sind die tatsächlichen Preise und nicht die gesetzlichen Maximaltarife anzuzeigen. Seitlich am Fahrzeug sind die Grundtaxe, Fahrtaxe und Wartezeittaxe sowie die Zuschläge für den Warentransport und den Transport von mehr als vier Personen von aussen gut sichtbar anzubringen. Die Schrifthöhe muss mindestens einen Zentimeter betragen. Im Fahrzeuginneren sind zudem gut sichtbar sämtliche geltenden Tarifelemente anzubringen.

Qual der Wahl für die Kunden

Mit der Einführung dieses Höchsttarifs setzt die Stadt Zürich eine wettbewerbsrechtliche Forderung um, die einen staatlich verordneten Fixpreis verbietet. Dies bedeutet, dass es den Gewerbetreibenden im gesetzlich vorgegebenen Rahmen neu möglich ist, sich preislich und leistungsmässig zu differenzieren.

Kundinnen und Kunden ihrerseits haben nun die Möglichkeit, das Taxi mit dem aus ihrer Sicht besten Preis-Leistungs-Verhältnis auszuwählen, wie der Stadtrat weiter schreibt.

Mit der Inkraftsetzung des Taxitarifs auf Anfang 2015 geht eine lange Geschichte zu Ende. Der Zürcher Gemeinderat hatte im Sommer 2009 eine neue Taxiverordnung erlassen. Am 1. Mai 2013 trat sie in Kraft, nach diversen juristischen Abklärungen. Hängig war allerdings noch die Frage der Tarife. Nun hat der Stadtrat diese Frage beantwortet, ebenfalls nach längeren juristischen Klärungen.

Meistgesehen

Artboard 1