Die Stadt Zürich plant 150 zusätzliche Hortplätze - 100 in der Schulanlage Limmat im Kreis 5 und 50 im Schulhaus Brauer in Zürich-Aussersihl. Damit soll das Angebot auf die langfristig zu erwartende Nachfrage ausgerichtet werden, wie der Stadtrat am Mittwoch mitteilte.

Für die Instandsetzung des Schulhauses Brauer hat der Stadtrat 6,7 Millionen Franken gebundene Ausgaben bewilligt. Dazu kommen 400'000 Franken als neue Ausgabe für den Ausbau der Betreuungsinfrastruktur mit zusätzlichen 50 Hortplätzen.

Mit dem Bauprojekt soll laut Stadtrat die Nutzung des Gebäudes für weitere 30 Jahre gesichert werden. Die Gebäudehülle wird instandgesetzt und energetisch verbessert, sämtliche inneren Oberflächen saniert und die Gebäudetechnik teilweise erneuert.

Für den Betreuungsbereich ist eine neue Regenerierküche zum Aufwärmen der Speisen vorgesehen. Die Bauarbeiten sind für den Zeitraum von Sommer 2014 bis Sommer 2015 geplant.

Überkapazitäten in Aussersihl abbauen

Das Instandsetzungsprojekt für das 1881 erstellte Schulhaus Brauer ist Teil der Strategie zur Reduktion der Überkapazitäten in den Aussersihler Schulhäusern. Das Schulhaus Hohl soll mittelfristig für andere städtische Nutzungen freigegeben werden.

Da die beiden Schulhäuser Brauer und Kern künftig eine Einheit bilden, könne zudem der behindertengerechte Ausbau auf das Schulhaus Kern konzentriert werden, schreibt der Stadtrat. Mit dem Verzicht auf entsprechende Eingriffe beim Schulhaus Brauer könnten wesentliche Kosten gespart werden. Die Sanierung des Schulhauses Kern ist für 2015 bis 2017 geplant.

Zusätzliche Hortplätze in der Schulanlage Limmat

Für den Ausbau und die Instandstellung der Schulanlage Limmat beantragt der Stadtrat dem Gemeinderat einen Objektkredit von 4,9 Millionen Franken. Damit sollen die Trakte B und C innen saniert und die Betreuungskapazitäten ausgebaut werden.

Die Schulanlage umfasst drei Gebäude. Heute bietet sie insgesamt 160 Kindern einen Hortplatz. Mit dem Ausbau sind 100 weitere Plätze geplant. Die Verpflegung in den drei Schulhäusern würde künftig über eine zentrale Regenerierküche im Trakt C erfolgen, wie der Stadtrat ausführt.

Als Vorbedingung für die Kapazitätsteigerung müssen in den Trakten B und C auch Umbauten vorgenommen werden. Dies ermögliche die nötigen Rochaden und die flexible Nutzung der Räume, schreibt die Stadtregierung. Der Einbau einer Liftanlage gewährleiste zudem die hindernisfreie Erschliessung. Stimmt der Gemeinderat zu, könnte das Projekt in der zweiten Jahreshälfte umgesetzt werden.