Das geplante Kraftwerk «Tiefencastel Plus» verbindet die zwei bestehenden Wasserkraftwerke in Tiefencastel GR, eines davon betrieben vom Elektrizitätswerk der Stadt Zürich (ewz). Es produziert rund 11 Gigawattstunden pro Jahr - genügend Strom, um 4200 Haushalte zu versorgen. Die Bevölkerung von Tiefencastel hat das Projekt gutgeheissen, und der Kanton Graubünden hat die Konzession genehmigt.

Heute betreibt das ewz im unteren Teil der Gemeinde Tiefencastel ein Kraftwerk, welches das Wasser der Julia nutzt. Das Kraftwerk der Albula-Landwasser Kraftwerke (ALK) im oberen Teil der Gemeinde nutzt das Wasser aus dem oberen Albulatal. Neu soll auch das Gefälle zwischen den beiden Werken genutzt werden.

Win-win-Situation

Das Kraftwerk bringe ein Win-win-Projekt für die erneuerbare Energieproduktion und für den Landschaftsschutz, sagte der Sprecher der vorberatenden Kommission. Es müsse weder eine neue Wasserfassung noch ein grösseres Bauwerk erstellt werden, und die Mindest- Abflussmenge der beiden Gewässer werde nicht reduziert.

Hinter dem geplanten Kraftwerk stehen einerseits das ewz, anderseits die beiden ALK-Hauptaktionäre, die Axpo und das Elektrizitätswerk Davos (EWD). Für Detailplanung und Realisierung sowie später den Betrieb von «Tiefencastel Plus» wollen die drei Partner eine Aktiengesellschaft gründen.

Die Realisierung des Kraftwerks kostet gemäss Weisung des Zürcher Stadtrats rund 24 Millionen Franken. Einen Objektkredit von 14 Millionen hat nun der Zürcher Gemeinderat bewilligt.