Pfadi Winterthur
Stadt Winterthur unterstützt Handball-Nachwuchs mit 100'000 Franken

Die Stadt Winterthur greift dem finanziell angeschlagenen Handballclub Pfadi Winterthur unter die Arme: Der Stadtrat hat beschlossen, dem Club insgesamt 100'000 Franken für den Nachwuchs zu zahlen. Allerdings wird die Stadt kontrollieren, ob die Gelder auch richtig eingesetzt werden. Falls nicht, werden die Zahlungen eingestellt.

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Der Traditionsverein Pfadi Winterhur hat 1.5 Millionen Schulden. Die finanzielle Unterstützung der Stadt richtet sich an die Nachwuchsförderung. (Themenbild)

Der Traditionsverein Pfadi Winterhur hat 1.5 Millionen Schulden. Die finanzielle Unterstützung der Stadt richtet sich an die Nachwuchsförderung. (Themenbild)

foto-net / Alexander Wagner

Im August 2016 gab der Verein Pfadi Winterthur bekannt, dass er finanziell längst nicht so erfolgreich ist wie auf dem Platz. Er hatte einen Schuldenberg von 1,5 Millionen Franken angehäuft.

Um den Konkurs und den Rückzug der 1. Mannschaft aus der Nationalliga A zu verhindern, waren private Geldgeber daraufhin bereit, Darlehen von über einer Million Franken zu gewähren.

Gleichzeitig zahlten diverse Firmen und Private grössere Beträge an die Sanierung, und Gläubiger verzichteten auf ihre Forderungen. Der Verein selber wurde ebenfalls aktiv: Er kürzte die Löhne und machte sich auf die Suche nach neuen Sponsoren.

Stadt kündigt Kontrollen an

Der Stadtrat hat sich nun entschieden, dem Traditionsverein ebenfalls zu helfen. Unter der Bedingung, dass die Sanierungsphase bis 2020 durch ein professionelles Beratungsunternehmen begleitet wird, hat er für die Jahre 2017 bis 2020 je 25'000 Franken gesprochen, also insgesamt 100'000 Franken.

Der Beitrag werde zweckgebunden für den sehr gut funktionierenden Nachwuchsbereich von Pfadi Winterthur ausbezahlt, teilte der Stadtrat mit.

Vollständiges Vertrauen in die Verbandsspitze hat die Stadt aber offensichtlich nicht: Der richtige Einsatz der Gelder werde jedes Jahr überprüft. Sollte der Club die Bedingungen nicht einhalten, wird die Unterstützung wieder gestrichen.