Das Haus aus dem Jahr 1963 ist in schlechtem Zustand: Es schimmelt, die Abwasserleitungen sind verstopft, die Heizung ist defekt und ab dem 1. Stock aufwärts gibt es wegen verkalkter Leitungen kein warmes Wasser mehr. Gemäss Mitteilung des Stadtrates vom Dienstag kann eine komplette Sanierung nicht mehr aufgeschoben werden.

Die Stadt will die Räume aber nicht nur wieder instand stellen, sondern dabei auch die Struktur des Hauses ändern: Aus dem Arbeiterheim mit vielen Einzelzimmern, Gemeinschaftsküchen und Aufenthaltsräumen soll ein Block mit 60 kleinen Wohnungen werden.

Weniger Betreuungsaufwand

Jede Wohnung soll ein einfaches Badezimmer und eine Küche erhalten - ideal für Familien mit Kindern. Der Stadtrat ist überzeugt, dass das Familienleben mit der neuen Wohnsituation gestärkt wird und die Leute somit weniger intensiv betreut werden müssen. Zudem sei es möglich, das Haus dereinst auch für andere Bewohner zu nutzen.

Weil die Stadt sparen muss, wurde das Projekt bereits um 800'000 Franken abgespeckt. Verzichtet wird unter anderem auf die Solaranlage auf dem Dach und auf Schränke in den Zimmern. Auch bei der Umgebungsgestaltung und beim Freizeitraum wird gespart.

Rekurs verzögert Wohnsiedlung

Saniert werden kann die Unterkunft allerdings noch nicht sofort. Als Zwischenlösung müssen die Flüchtlinge zuerst in die geplante Wohnsiedlung an der Grüzenfeldstrasse umziehen können. Doch gegen diese Unterkunft ist vor Verwaltungsgericht ein Rekurs hängig.

Der Umzug in die Zwischenlösung und somit auch die Sanierung der Unterkunft in Hegi verzögern sich deswegen. Die Stadt rechnet derzeit damit, dass die Unterkunft in Hegi im Jahr 2019 wieder bezogen werden kann. Das Geld für die Sanierung in Hegi muss noch vom Grossen Gemeinderat genehmigt werden.