Winterthur
Stadt unterstützt Albanifest mit fast einer halben Million

Die Stadt Winterthur will mit dem Albanifest-Komitee (AFK) eine Leistungsvereinbarung abschliessen. Darin soll festgehalten werden, dass die Stadt dem Fest jedes Jahr 475'000 Franken zahlt. Diese Unterstützung knöpft sie aber an Bedingungen.

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Vereine und diejenigen, die einen Beitrag von öffentlichen Interesse leisten, würden von der neuen Vereinbarung profitieren. (Symbolbild)

Vereine und diejenigen, die einen Beitrag von öffentlichen Interesse leisten, würden von der neuen Vereinbarung profitieren. (Symbolbild)

Keystone

Von den 475'00 Franken zahlte die Stadt auch schon in der Vergangenheit bereits 425'000 Franken - wenn auch in indirekter Form, indem Gebühren erlassen und Kosten für Leistungen nicht eingefordert wurden.

Neu ist hingegen der Betriebsbeitrag von 50'000 Franken. Zudem soll das Komitee verpflichtet werden, für Leistungen der Stadt wie etwa die Strassenreinigung 125'000 Franken zurückzuzahlen.

Das Albanifest würde mit der neuen Vereinbarung also behandelt werden wie ein subventionierter Kulturbetrieb, bei denen die Finanzierung auch an Bedingungen geknüpft ist.

Tiefe Gebühren für Vereine

Die Unterstützung der Stadt ermögliche es, die Teilnahmegebühren für die Vereine tief zu halten, schreibt die Stadt in einer Mitteilung vom Dienstag.

Günstiger soll das Albanifest vor allem für jene werden, die einen Beitrag von öffentlichem Interesse leisten, also etwa Jugendförderung betreiben, Hilfsprojekte oder soziales und kulturelles Engagement. Bei den übrigen Teilnehmern, die mit ihrem Stand oder ihrer "Beiz" vor allem Geld einnehmen wollen, sollen die Kosten höher ausfallen.

Komitee soll Hälfte des Gewinns abliefern

Der Stadtrat hofft mit dieser Leistungsvereinbarung nicht zuletzt, dass das Komitee seine Organisation professionalisiert und seine finanzielle Situation verbessert. Damit dies gelingt, schreibt die Stadt dem AFK vor, dass Gewinne künftig gespart werden, um auch allfällige Verluste zu decken. Hat das Komitee 250'000 Franken beisammen, muss es der Stadt fortan die Hälfte des Jahresgewinns abliefern.

Die neue Leistungsvereinbarung soll die veraltete Albanifest-Festordnung von 1998 ersetzen und für mindestens fünf Jahre gültig sein. Darüber entscheiden muss nun der Gemeinderat.

Gemäss Stadtrat kann das neue Vertragswerk auch eine Grundlage werden für Vereinbarungen mit anderen privaten Anlässen, etwa den Dorfeten oder der Fasnacht.