Die Stichproben wurden während drei Jahren erhoben und nun ausgewertet. Das Ergebnis zeigt, dass von 20 Unternehmen und Organisationen, die für die Stadt arbeiten, 19 die Lohngleichheit einhalten, wie der Stadtrat am Mittwoch mitteilte.

Obwohl sich also nicht alle an den Grundsatz "gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit" halten, ist die Stadt zufrieden. Erfahrungswerte aus anderen öffentlichen Verwaltungen zeigen nämlich, dass im Schnitt eines von zehn Unternehmen eine systematische Lohndiskriminierung duldet. Bei den Unternehmen im Dienste der Stadt Zürich ist dieser Anteil deutlich tiefer.

Die Stadt wollte von den Firmen und Organisationen zudem wissen, wie sie ihren eigenen administrativen Aufwand für diese Überprüfungen beurteilen. Mehr als die Hälfte fand den Aufwand angemessen, zwei fanden den Aufwand unangemessen gross. Die meisten Unternehmen fanden die Überprüfung zudem sinnvoll.

Bei sich selber schaut die Stadt ebenfalls hin. Die Lohnungleichheit beträgt vergleichsweise tiefe 0,6 Prozent - zu Ungunsten der Frauen. Im Jahr 2020 soll die Lohngerechtigkeit erneut überprüft werden.