Winterthur
Stadt überprüft Mieten von Sozialhilfebezügern - und will halbe Million Franken Steuergelder einsparen

Bis zu einer halbe Million Franken an Steuergeldern will Winterthur einsparen durch das Einfordern von Mietzinsreduktionen durch Sozialhilfebezüger. Bislang wurden die Mietzinse von den Sozialen Diensten nicht überprüft. Seit Anfang des Jahres kümmern sich neu eingestellte Sachbearbeiter darum.

Merken
Drucken
Teilen
Winterthur möchte mit dem Einfordern von Mietzinsreduktionen durch Sozialhilfebezüger bis zu einer halben Million Franken an Steuergelder einsparen. (Symbolbild)

Winterthur möchte mit dem Einfordern von Mietzinsreduktionen durch Sozialhilfebezüger bis zu einer halben Million Franken an Steuergelder einsparen. (Symbolbild)

Chris Iseli

1500 Sozialhilfebeziehende und die grössten Vermieter in Winterthur erhalten in den nächsten Tagen einen Brief. Darin fordert die Stadt Winterthur dazu auf, die Mietzinse zu überprüfen.

Der Referenzzinssatz ist auf einem Tiefstand und sollte nach Ansicht der Stadt bei den meisten Mietverhältnissen zu einer Mietzinsreduktion führen. Die Sozialen Dienste werden ihre Klienten dabei unterstützen, den Anspruch auf eine Mietzinssenkung durchzusetzen.

Das Departement Soziales rechnet mit einem Sparpotenzial von 200'000 bis 500'000 Franken, wie die Stadt Winterthur am Donnerstag mitteilte. Bislang habe die Abteilung die Mietzinsanpassungen bei Sozialhilfebezügern nicht standardmässig überprüft, schreibt die Stadt. Die Ressourcen hätten gefehlt und die Belastung sei wegen ausserordentlich vielen Fällen hoch gewesen.

Per 1. Januar 2017 hatte der Grosse Gemeinderat jedoch zusätzliche Ressourcen bereitgestellt, mit denen die Abteilung Fallrevision zur Fall- und Mietzinsrevision ausgebaut wurde.