Ein grosser Teil des Zürcher Kreis 5 bleibt künftig zwischen 22 Uhr und 3 Uhr für den motorisierten Verkehr gesperrt. Ab 2. Dezember soll das Gebiet rund um den Röntgenplatz, zwischen Langstrasse und Viadukt, in den frühen Nachtstunden für Autos und Motorräder tabu sein. Dies vermeldet die Dienstabteilung Verkehr der Stadt Zürich.

Mit der Einführung des Nachtfahrverbots sei die Stadt einem Begehren aus der Quartierbevölkerung nachgekommen, teilt die Dienstabteilung mit. Sie hätten sich über immer mehr Verkehr beschwert, vor allem in den Nachtstunden hätten die Immissionen zugenommen.

Anwohner und Gewerbetreibende sind vom Verbot ausgenommen, solange eine Bewilligung beziehen. Diese kostet pro Jahr 30 Franken. Taxis auf Bestellung dürfen das Verbot ebenfalls ignorieren.

Die Reaktionen auf die Ankündigungen waren laut Heiko Ciceri, dem Sprecher der Dienstabteilung Verkehr gemischt. «Viele Anwohner haben sich wegen der Bewilligung erkundigt», Befürworter und Gegner hätten sich in etwa die Waage gehalten. «Einige finden das Verbot gut, andere haben es kritisiert», so Ciceri.

Beim neuen Verbot im Kreis 5 handelt es sich nicht ums erste Nachtfahrverbot im Langstrassengebiet. Auf der anderen Gleisseite, im Kreis 4, ist das Quartier zwischen der Militär- und der Hohlstrasse ebenfalls für nächtlichen Autoverkehr gesperrt, und das bereits seit Jahren.