Zürich
Stadt bekämpft die Ausbreitung von Problempflanzen

Dranbleiben heisst die Devise der Stadt Zürich im Kampf gegen die Ausbreitung von Problempflanzen. In einem Aktionsplan hat Grün Stadt Zürich Ziele und Massnahmen für die nächsten fünf Jahre festgelegt. Einbezogen werden auch private Grundeigentümer.

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Gesundheitsschädliche Pflanzen will die Stadt loswerden. (Symbolbild)

Gesundheitsschädliche Pflanzen will die Stadt loswerden. (Symbolbild)

Keystone

Invasive Neophyten verdrängen nicht nur einheimische Arten. Sie haben auch schädlichen Einfluss auf Mensch, Umwelt und Infrastruktur, wie es in einer Mitteilung von Grün Stadt Zürich vom Dienstag heisst.

Die Ausbreitung dieser Problempflanzen will die Stadt nach dem 4-Säulen-Prinzip "Bekämpfung - Monitoring - Koordination - Prävention/Information" verhindern. Für jede der vier Säulen definiert der Aktionsplan Ziele, Grundsätze und Massnahmen für stadteigene und private Flächen.

Für die privaten Flächen wird auf Prävention und Information gesetzt. Dabei geht es vor allem um Sensibilisierung und die Vermittlung von Praxiswissen - beispielsweise wie Problempflanzen im eigenen Garten einfach erkannt und richtig entsorgt werden können oder welche Gewächse sich als Ersatz für die Problempflanzen eignen.

Gesundheitsschädliche Arten tilgen

Für die stadteigenen Flächen werden in den nächsten fünf Jahren vier Ziele angestrebt: Mit einem Monitoring sollen alle Flächen, auf denen Neophyten vorkommen, überwacht und kontrolliert werden.

Tilgen will die Stadt vor allem die gesundheitsschädlichen Problempflanzenarten Ambrosia, Riesenbärenklau und das Schmalblättrige Greiskraut. Auf mindestens 80 Prozent der betroffenen Standorte werden jährlich Massnahmen zur Bekämpfung durchgeführt.

Für den Erfolg der Massnahmen sei ein langfristiges und koordiniertes Vorgehen entscheidend, schreibt Grün Stadt Zürich. Koordination brauche es sowohl innerhalb der einzelnen Dienstabteilungen der Stadt als auch mit den angrenzenden Gemeinden sowie Eigentümern grosser Grundstücke.

Die Stadt Zürich hat bereits im vergangenen Jahr den Kampf gegen invasive Neophyten verstärkt. So konnten mehr als doppelt so viele Standorte wie im Vorjahr überwacht und auf rund 70 Prozent dieser Standorte die Problempflanzen bekämpft werden.

Neophyten gibt es auf dem gesamten Stadtgebiet. Zurzeit sind laut dem Aktionsplan rund 5000 Standorte mit insgesamt 27 Arten erfasst. Der Gemeinderat hatte im vergangenen Jahr das Budget für die Neophytenbekämpfung im laufenden Jahr um 200'000 auf 350'000 Franken erhöht. Für die Folgejahre bis 2020 geht Grün Stadt Zürich von einem ähnlich hohen Finanzbedarf aus.