Zwischen 1888 und 1978 haben erfinderische und innovative Zürcherinnen und Zürcher über 50'000 Patente beim Eidgenössischen Patentamt angemeldet. In der Sammlung "Patentschriften" sind sie im Zürcher Staatsarchiv vereinigt.

Dokumentiert ist beispielsweise ein 1894 von Hermann Brupbacher erfundenes "über Wasser haltendes Badekleid" für des Schwimmens unkundige Personen. Es handelt sich dabei um ein Badekleid, "in welches aus mit zerkleinerten Korkstücken gefüllten Kautschukröhren gebildete Schwimmkörper eingenäht sind".

Zu finden ist nicht nur Kurioses, es gibt auch Patente für ein Motorfahrzeug, das 1905 von der Firma F. Vogel in Küsnacht angemeldet wurde, oder für den Atomkernreaktor der Gebrüder Sulzer aus Winterthur (1957). Die Sammlung spiegelt den Erfindergeist der zahlreichen kleinen, mittleren und grossen Zürcher Unternehmen. Abrufbar sind die digitalisierten Patentschriften, denen in den meisten Fällen auch eine Zeichnung beigefügt ist.

Der Siegelstempel zum grossen Stadtsiegel von 1347, der die drei Stadtheiligen Felix, Regula und Exuperantius zeigt, ist das älteste Exemplar der Sammlung "Objekte". Zu ihr gehören auch jüngere staatliche Objekte wie die Zürcher Eichmasse, ein Hundemessgerät aus dem Jahr 1909 oder der Ballotage-Kasten des Zürcher Kantonsrates von 1831, mit dessen Hilfe über Begnadigungsgesuche abgestimmt wurde.

Die Plansammlung des Staatsarchivs besteht aus rund 25'000 Dokumenten aus den letzten 400 Jahren. Das Staatsarchiv habe die wertvolle Plansammlung in den letzten Jahren restauratorisch bearbeitet und neu erschlossen, heisst es in der Mitteilung. Ansichtsbilder der Pläne können direkt übers Internet angeschaut werden.