Die Zürcher Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Jürg Bircher, den ehemaligen Präsidenten des Eishockeyklubs Kloten Flyers. «Gegen ihn läuft ein Strafverfahren wegen des Verdachts auf Vermögensdelikte», sagt der zuständige Staatsanwalt Daniel Regenass gegenüber der «NZZ am Sonntag».

Das Verfahren wurde aufgrund einer Strafanzeige eines ehemaligen Geschäftspartners von Bircher wegen ungetreuer Geschäftsbesorgung eröffnet. Dabei soll es um eine mutmassliche Deliktssumme von mehreren Hundertausend Franken gehen.

In der Zwischenzeit ist gegen drei Firmen, in denen Bircher Verwaltungsrat war, der Konkurs verhängt worden. Bei einer davon, der Iban AG, liegt seit letztem Herbst ein rechtskräftiger Kollokationsplan vor.

Der Kollokationsplan zeigt: Unter den Gläubigern befinden sich nicht nur die Kloten Flyers und mehrere Spieler des Eishockeyklubs, sondern auch die öffentliche Hand: Neben der Stadt und dem Kanton Zürich fordern auch die Eidgenössische Steuerverwaltung und mehrere Züricher Gemeinden Geld.

Laut der «NZZ am Sonntag» belaufen sich die Forderungen der öffentlichen Hand auf mehr als 1.2 Millionen Franken.

Kloten Flyers in den Abgrund geführt

Bircher übernahm 2008 die Akteinmehrheit der EHC Kloten Sport AG, welche hinter den Kloten Flyers steht. In den folgenden Jahren kam der Verein mehr und mehr ins Schlingern. Ende Mai 2012 deponierte der Klub seine Bilanz, konnte aber dank grosszügigen Spenden gerettet werden.

Zum gleichen Zeitpunkt trat auch Bircher als Präsident der Flyers zurück. Er hinterliess Schulde ron rund elf Millionen Franken.