Zürich

Sprayer Harald Nägeli greift Stadt Zürich an

Harald Nägeli rät jungen Künstlern, die Finger von Kunst zu lassen.

Harald Nägeli rät jungen Künstlern, die Finger von Kunst zu lassen.

Der Sprayer von Zürich, Harald Nägeli, hat sich mit seiner Stadt nicht versöhnt. «Versöhnung ist das Dümmste, was man machen, dann hat man es verspielt», sagt er.

Viel wichtiger sei es, «mit Kultur Widerstand zu leiste»", sagt Harald Nägeli. Hintergrund der unversöhnlichen Haltung Nägelis ist ein Streit um den Totentanz, den Nägeli im Zürcher Grossmünster sprayen will. «Seit Jahren bemühe ich mich darum», sagt er, «aber Pfarrerin Käthi La Roche ist eine entschiedene Gegnerin von mir, sie ist radikal gegen einen Totentanz. Das ist Puritanismus, Bilderfeindlichkeit, sturer blutrünstiger Zwinglianismus.»

Den Zürcher Kunstpreis würde Nägeli nicht annehmen, sondern gleich an eine gemeinnützige Organisation weiter geben. Er rät jungen Künstlern zudem, die Finger von Kunst zu lassen. «Macht keine Sprays, macht keine Kunst. Es gibt zuviel davon», sagt er dem «Sonntag». Es mache keinen Sinn, Kunst zu studieren. «Entweder ist man Künstler, dann geht's von alleine - oder man irgend etwas zum verkaufen».

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