Der Laden in Dübendorf ZH sowie der Onlinehandel werden weitergeführt.

Von der Schliessung betroffen sind 18 Personen. Zwei davon haben bereits eine neue Stelle. Die anderen werden bei der Suche unterstützt. Einen Sozialplan gibt es nicht, wie eine Sprecherin auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda sagte.

In der Spielwarenbranche erfolgreich zu sein, ist nicht einfach. Die Konkurrenz der Computerspiele und der Preiskampf machen vor allem dem Fachhandel zu schaffen. Dies bekommt das Zürcher Traditionshaus Pastorini mit voller Wucht zu spüren.

Ausserdem mache sich auch der "LEGO-Effekt" bemerkbar, heisst es in der Mitteilung vom Montag. Qualitativ gutes Spielzeug werde für Nachkommen aufbewahrt und über Generationen weitergegeben. Ein Wiederbeschaffungs-Bedarf entstehe so immer weniger - zum Leidwesen des Fachgeschäfts.

Mieses WeihnachtsgeschäftHinzu kommen noch Eigenheiten der Spielwarenbranche: Rund fünfzig Prozent des Jahres-Umsatzes werden im November und Dezember (Weihnachtsgeschäft) erzielt. Die wichtigen Weihnachts-Umsätze waren bei Pastorini in den vergangenen Jahren jedoch "sehr stark rückläufig".

Das Unternehmen geriet in die roten Zahlen, tiefgreifende Restrukturierungsmassnahmen seien notwendig, heisst es weiter. Der Laden am Weinplatz, der 1957 eröffnet wurde, wird Ende Februar geschlossen. Die Aktivitäten konzentrieren sich auf das Geschäft in Dübendorf sowie den Online-Handel.

Bereits 2006 war Pastorini in Schwierigkeiten geraten. Die Argumente von Besitzerin Christa Pastorini, die den Laden mit ihrem Ehemann sei 1970 führt, waren dieselben.

Auch damals hielt Pastorini zudem fest, dass sich das Kind im Verlaufe der letzten Jahre vom Spiel wegentwickelt habe. Es finde ein Wandel hin zum "reinen Konsum" statt. Pastorini plädiere nicht für ein Zurück zur medienfreien Gesellschaft, sondern für ein bewusstes "Alles zu seiner Zeit".

Franz Carl Weber

Auch das bekannteste Spielwarenparadies der Schweiz Franz Carl Weber verlässt die Bahnhofstrasse. Der Mietvertrag läuft Ende 2016 aus, und offensichtlich will der Hauseigentümer, Die Gaydoul Group, einen bedeutend höheren Zins erwirtschaften.

Da es neu zwei Geschäftseingänge an der Bahnhofstrasse und einen am Rennweg geben wird, wäre eine dieser drei Flächen zu klein, weshalb Franz Carl Weber einige Hundert Meter die Bahnhofstrasse hinunter am Hotel Schweizerhof vorbei um die Ecke zieht.