Zürich
Spielabpfiff: Geschäftsführer verlässt FIFA-Museum

Nur acht Monate nach der Eröffnung verlässt der Geschäftsführer Stefan Jost das FIFA-Weltfussballmuseum in Zürich. Über die wahren Hintergründe wird spekuliert.

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Wie ein Farbstiftkasten: Unzählige Trikots nach Farben sortiert.
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Moderne Architektur prägt das Fifa-Museum.
Moderne Architektur prägt das Fifa-Museum.
Drei Schuhe und drei Bälle zeigen, wie sich der Fussball in den letzten 100 Jahren gewandelt hat.
Glamourös: Das Logo vom Fifa-Museum.
Bälle im Wandel der Zeit.
Darf natürlich nicht fehlen: Der begehrte WM-Pokal.
Auch die spielerischen Elemente kommen nicht zu kurz.
Moderne Architektur prägt das Fifa-Museum.
Wenigstens im Fifa World Football Museum steht der Fussball nur am Töggelikasten Kopf.

Wie ein Farbstiftkasten: Unzählige Trikots nach Farben sortiert.

Keystone

Der Geschäftsführer der FIFA Museum AG, Stefan Jost, hat sich mit der FIFA darauf geeinigt, per Ende Oktober 2016 getrennte Wege zu gehen. Als Grund werden unterschiedliche Zukunftsvorstellungen des Museums genannt, wie die FIFA mitteilte.

Stefan Jost hält in der Medienmitteilung der FIFA fest, dass die Schaffung und Leitung des Weltfussball-Museums eine grossartige Erfahrung war. Laut dem Bericht des Tagesanzeigers, der sich auf einen anonymen Informant stützt, wurde Stefan Jost erst am Dienstagabend die Neuigkeit überbracht.

Es wird spekuliert, ob der Abgang von Jost mit den enttäuschenden Besucherzahlen zusammenhängt. Denn die Besucherzahlen des Museums blieben in den acht Monaten deutlich hinter den Erwartungen der FIFA zurück.

In den ersten zwei Monaten verzeichnete die AG, gemäss Mediensnprecher Marc Caprez, rund 11'000 Eintritte. Optimistisch auf das Jahr aufgerundet ergäbe dies eine Jahresbilanz von 132'000 Besuche – also beinahe 50% weniger, als der Businessplan im Jahr 2018 vorhersah. Dort ging man ursprünglich von 250'000 Besuchern pro Jahr aus.