Zürich
Spatenstich zum Limmat-Auenpark Werdhölzli

Mit einem symbolischen Spatenstich sind am Montagmorgen in Zürich die Bauarbeiten für den Limmat-Auenpark Werdhölzli gestartet. Das Projekt sieht einen verbesserten Hochwasserschutz und die Renaturierung der Limmat vor.

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Blick auf die Abwasserreinigungsanlage Werdhölzli.

Blick auf die Abwasserreinigungsanlage Werdhölzli.

Keystone

Der Hochwasserschutz im betreffenden Gebiet ist rund 130 Jahre alt und genügt den heutigen Anforderungen nicht mehr, wie die Baudirektion am Montag mitteilte. Zudem sei die Uferverbauung teilweise beschädigt oder zerstört, sodass es bei Hochwasser zu Überschwemmungen kommen könnte.

Mit dem Bau des 9,4 Millionen Franken teuren Limmat-Auenparks wird der 1,8 Kilometer lange Flussabschnitt zwischen dem Höngger Stauwehr und der Autobahnbrücke bei Obergenstringen renaturiert. Die stark verbaute Uferböschung weicht einem Flachufer, der heutige Damm wird teils landeinwärts versetzt.

Der bestehende Auenwald beim Werdhölzli wird wieder zeitweise mit Limmatwasser überschwemmt und dient damit als natürliche Hochwasserausgleichsfläche und Biotop. Über einen 320 Meter langen Steg können Spaziergängerinnen und Spaziergänger den Auenwald erkunden.

Der Bau des Limmat-Auenparks ist Bestandteil des kantonalen Massnahmenplans Wasser und des Landschaftsentwicklungskonzepts (LEK) Limmatraum Stadt Zürich. An der Finanzierung beteiligen sich neben dem Kanton mit 4,4 Millionen Franken die Stadt Zürich, der «naturemade star»-Fonds des ewz, der WWF in Kooperation mit der Zürcher Kantonalbank sowie der Bund.

Die Bauarbeiten dauern voraussichtlich bis zum Spätsommer 2013. Bis dann ist der Fischerweg links der Limmat aus Sicherheitsgründen gesperrt.