Der Rechnungsabschluss zeige, dass die Sanierungsprogramme "effort14+" und "Balance" die Erwartungen übertroffen hätten, schreibt die Stadt in ihrer am Freitag veröffentlichten Rechnung.

Als "bemerkenswert" bezeichnet sie vor allem die Anstrengungen im Personalbereich. So seien vakante Stellen nur sehr zurückhaltend wieder besetzt worden. Die budgetierten Personalkosten wurden um knapp 9 Millionen Franken unterschritten.

Gespart wurde auch beim Sachaufwand. Dieser wurde um fast 9 Millionen Franken unterschritten. Die Stadt profitierte gleichzeitig von leicht höheren Steuererträgen, die um 4 Millionen Franken besser ausfielen als erwartet. Gemäss Angaben der Stadt ist dies aber wohl "ein nicht kalkulierbarer Einmaleffekt ohne Trendcharakter".

Trendwende bei der Sozialhilfe?

Eine leicht positive Entwicklung gab es bei der Sozialhilfe: Die Ausgaben dafür stiegen zwar auch im Jahr 2015 an, aber nicht in dem Ausmass wie in den Vorjahren. Ob dies eine Trendwende darstellt, werde sich zeigen. Für eine Beurteilung sei es jetzt noch zu früh.

Der Überschuss von 12,7 Millionen wird dem Eigenkapital angerechnet, das neu 779 Millionen Franken beträgt. Der Selbstfinanzierungsgrad steigt auf 92 Prozent, was allerdings nicht sehr aussagekräftig ist, weil diese Zahl unter neuer Rechnungslegung anders berechnet wird.

Insgesamt verbuchte die Stadt im vergangenen Jahr rund 1,504 Milliarden Franken Einnahmen und gab 1,491 Milliarden aus.

Zufrieden ist die Stadt aber trotz positivem Abschluss nicht. Die grundlegenden Probleme seien noch nicht gelöst, schreibt der Stadtrat. Speziell besorgniserregend sei, das die Kosten für Bildung, Soziales und Gesundheit, die von der Stadt kaum beeinflussbar seien, weiter steigen würden.