Die zusätzlichen Einnahmen durch die Plafonierung des Pendlerabzugs dienen dem Kanton zur Kompensation des kantonalen Beitrags an den nationalen Bahninfrastrukturfonds. Für die Gemeinden seien die Mehrerträge insgesamt saldoneutral, schreibt der Regierungsrat.

Seit Anfang 2016 können die Steuerpflichtigen bei der Bundessteuer die Kosten für ihren Arbeitsweg nur noch bis zu einem Maximalbetrag von 3000 Franken geltend machen. Die Beschränkung war Teil der Vorlage zur Finanzierung und zum Ausbau der Eisenbahninfrastruktur (Fabi), der das Stimmvolk im Februar 2014 deutlich zugestimmt hatte.

Der Kanton Zürich muss jährlich rund 120 Millionen Franken in den neuen Bahninfrastrukturfonds (BIF) einzahlen. Teilweise wettmachen kann er dies mit der Einführung des Maximalabzugs von 3000 Franken bei der kantonalen Steuer. Das kantonale Steueramt rechnet mit Mehrerträgen von rund 44,5 Millionen Franken.

Die Gemeinden können durch den Pendlerabzug mit einem Steuermehrertrag von rund 48,6 Millionen Franken jährlich rechnen. Deshalb sollen sie sich ab 2019 neu zur Hälfte an der Finanzierung des BIF beteiligen, also mit rund 60 Millionen Franken.

Mehrkosten entstehen den Gemeinden laut Mitteilung gleichwohl nicht, da sie durch die Senkung des Defizits des Zürcher Verkehrsverbundes (ZVV) jährlich 11,5 Millionen Franken weniger belastet werden.

Mit der Beschränkung des Pendlerabzugs müssen 156'534 Personen höhere Steuern bezahlen. Eine Umfrage im Februar zeigte, dass sich nur die Bürgerlichen gegen eine Begrenzung aussprachen, die anderen Parteien begrüssten den Vorschlag. Mit 3000 Franken befindet sich der Kanton gleichauf wie die beiden Basel. Alle anderen Kantone liegen höher, so hat beispielsweise der Kanton Aargau den Pendlerabzug auf 7000 Franken beschränkt. (sda/az)