Sie reichte am Montag im Zürcher Kantonsrat zwei Vorstösse ein. Frauen seien in den oberen Führungspositionen immer noch stark untervertreten.

Der Kanton solle eine Vorbildrolle einnehmen, schreibt die SP. Mit einer Motion fordert sie eine verbindliche Zielvorgabe für die Vertretung der Geschlechter in Kaderpositionen der kantonalen Verwaltung. Männer und Frauen müssen mit mindestens je 35 Prozent vertreten sein. Die Regelung solle nach einer Weile überprüft und beim Erfüllen der Zielvorgabe wieder aufgehoben werden.

Ausserdem fordern SP, Grüne und GLP mit einem Postulat den Regierungsrat auf, eine konkrete Strategie zur Förderung des Frauenanteils in Führungspositionen von Zürcher Unternehmen zu formulieren. Damit solle der Kanton dazu beitragen, dass das brachliegende Potenzial endlich ausgeschöpft werde und beide Geschlechter angemessen in Kaderpositionen vertreten seien.

Das Zürcher Stadtparlament hatte im April eine ähnliche Motion für Kaderpositionen in der städtischen Verwaltung von SP und GLP überwiesen. Die Stadtregierung muss nun zeigen, wie sie diese Vorgabe umsetzen will.