Die Lancierung einer Volksinitiative für einen Mindest- und Höchststeuersatz wurde mit 73 zu 42 Stimmen abgelehnt. Die Delegierten folgten damit der Geschäftsleitung. Diese hatte nicht zuletzt aus Ressourcengründen empfohlen, zum jetzigen Zeitpunkt auf eine Volksinitiative zu verzichten.

Mit der Kampagne will sich die SP unter anderem dafür einsetzen, die Soziallasten gerechter unter den Gemeinden zu verteilen, die Unterschiede bei den Steuerfüssen zu verkleinern oder die Abschöpfung für Planungsgewinne bei Auf- und Umzonungen auf 40 Prozent zu erhöhen.

Auch Steuerhinterziehung ist ein Thema. Diese müsse wirksam bekämpft werden. Zudem wehrt sich die SP gegen eine weitere Senkung der Unternehmenssteuern.

Neben der Steuergerechtigkeit macht die Partei im Wahljahr auch das Wohnen zum Thema. Wohn- und Gewerberaum sollen nach Ansicht der SP für alle bezahlbar sein und ökologisch und landschaftsschonend gebaut werden.

Darüber hinaus wird auch eine aktive Boden- und Wohnbaupolitik der öffentlichen Hand gefordert. Der gemeinnützige Wohnbau müsse unterstützt sowie Massnahmen gegen Spekulation ergriffen werden.

Gegenseitige Unterstützung

Des weiteren entschieden die Delegierten einstimmig, bei den Regierungsratswahlen vom kommenden April die Kandidaten von Grünen und AL zu unterstützen. "Die Linke muss zusammenstehen im Kanton Zürich", sagte Parteipräsident Daniel Frei.

Die Grünen steigen mit Justizdirektor Martin Graf ins Rennen. Aus den Reihen der AL stellt sich Kantonsrat Markus Bischoff zur Wahl. Die SP selbst tritt mit einer Doppelkandidatur an. Neben dem amtierenden Sicherheitsdirektor Mario Fehr bewirbt sich auch Nationalrätin Jacqueline Fehr um einen Sitz in der Regierung.

Auf bürgerlicher Seit spannen FDP, SVP und CVP zusammen. Ziel des Schulterschlusses ist es einerseits, die Wiederwahl von Thomas Heiniger (FDP), Ernst Stocker (SVP) und Markus Kägi (SVP) zu sichern. Anderseits will man den Kandidatinnen Carmen Walker Späh (FDP) und Silvia Steiner (CVP) - beide gehören dem Kantonsrat an - zum Sprung in die Zürcher Regierung verhelfen.

Für die EVP kandidiert Kantonsrat Nik Gugger aus Winterthur. Die BDP schliesslich beteiligt sich mit Marcel Lenggenhager, Fraktionschef im Kantonsparlament, an der Wahl.