Die Energiestrategie des Kantons Zürich sei zu defensiv und ungenügend, ist die Begründung der drei Parteien.

Gemäss KEVU-Mehrheit vermag der Energieplanungsbericht 2013 klar darlegen, dass das im kantonalen Energiegesetz für das Jahr 2050 gesteckte Ziel von 2,2 Tonnen CO2-Ausstoss pro Kopf und Jahr im Kanton Zürich eingehalten werden kann.

Die getroffenen Massnahmen könnten daher für die nächsten vier Jahre ohne zusätzliche Programme oder Vorschriften zielführend weitergeführt werden, teilte die KEVU am Donnerstag mit. Es gebe keinen Grund, das Monitoring- und Planungsinstrument "zum Vehikel für diverse politische Forderungen im Energiebereich" zu machen.

Für die Minderheit von SP, Grünen und GLP hingegen ist der Bericht nicht nur ein Monitoringinstrument. Die Regierung zeige auch ihre Energiestrategie für die Zukunft auf. Diese sei zu defensiv und ungenügend.

"Insgesamt fehlen Ansätze, Ideen und Strategien, die über die bisherige Energiepolitik des Kantons hinausgehen." Mit einer Weiter-wie-bisher-Planung würden sich weder die Ziele des Bundes noch diejenigen der Vision 2050 des Kantons erreichen lassen.

SP, Grüne und GLP verlangen deshalb von der Regierung eine Überarbeitung des Berichts. So soll auch der Verkehr in die Ziele und Strategien der Energiepolitik einbezogen werden. Weiter herrsche bei der Sanierung der Gebäudefassaden grosser Nachholbedarf. Die Minderheit kritisiert zudem, dass die Regierung bis ins Jahr 2050 an der Atomenergie festhalten möchte. (sda)