Seit knapp drei Jahren gilt die neue Prostitutionsgewerbeverordnung (PGVo) in Zürich, welche das Rotlichtmilieu von Salonbewilligung bis zum Strassenstrich regelt. Mehrheitlich konnte so die Situation von Prostituierten verbessert werden. Dennoch gibt es Lücken.

Nur Stadtteile, welche einen Wohnanteil von unter 50 Prozent haben, dürfen Bordelle betreiben. Da dies im Langstrassenquartier nicht zutrifft, werden Prostituierte, welche hier Freier anschaffen, verwarnt oder gar gebüsst. 

In einem Postulat forderten die beiden SP-Gemeinderätinnen Marianne Aubert und Simone Brander den Stadtrat auf, zu prüfen, ob der Strassenstrich in einigen Seitenstrassen der Langstrasse bewilligt werden kann.

"Könnten die Sexarbeiterinnen legal auf gewissen Strassenabschnitten anwerben, würden sie aus der Illegalität geholt", schrieben sie konkret in ihrem Postulat. Drohende Bussen und Vertreibung würden die Prostituierten dazu drängen, schnell mit ihren Freiern ins Geschäft zu kommen. Dadurch sei es schwieriger für die Frauen, Gefahren richtig einzuschätzen.

An der heutigen Sitzung will der Gemeinderat das Postulat der beiden SP-Politikerinnen prüfen.