Winterthur

Sozialhilfequote sinkt erstmals seit 2009

Die Sozialhilfequote in der Stadt Winterthur ist erstmals seit 2009 gesunken. Auch die Gesamtkosten für Sozialhilfe und Ergänzungsleistungen gingen leicht zurück. (Symbolbild)

Die Sozialhilfequote in der Stadt Winterthur ist erstmals seit 2009 gesunken. Auch die Gesamtkosten für Sozialhilfe und Ergänzungsleistungen gingen leicht zurück. (Symbolbild)

Derzeit beträgt die Quote 5,5 Prozent, was einen 0,1 Prozent tieferen Wert darstellt als denjenigen im Vorjahr.

Die Sozialhilfequote, also der Anteil der Bevölkerung, der von der Stadt unterstützt werden musste, ist in Winterthur erstmals seit 2009 gesunken. Sie beträgt nun 5,5 Prozent, im Vorjahr lag sie bei 5,6 Prozent.

Insgesamt 7117 Personen wurden im vergangenen Jahr mindestens einmal von der Sozialhilfe unterstützt. Im Vorjahr waren es 7573 Winterthurerinnen und Winterthurer.

Auch bei den Gesamtkosten für die soziale Sicherung konnte die Stadt am Dienstag positive Zahlen vermelden: Sie reduzierten sich gegenüber dem Vorjahr 2018 leicht, von 120,3 Millionen auf noch 120 Franken. Weniger auf Sozialhilfe angewiesen sind vor allem Einwohnerinnen und Einwohner unter 55 Jahren.

Bei den älteren Einwohnern steigt die Sozialhilfequote hingegen weiter leicht an. Dies zeige, dass es ab einem gewissen Alter schwierig werde, sich wieder in den Arbeitsmarkt einzugliedern.

Zudem benötigen immer mehr Seniorinnen und Senioren Zusatzleistungen. Die Ausgaben für Zusatzleistungen beliefen sich 2019 auf insgesamt 50 Millionen Franken.

Corona-Krise dürfte Zahlen steigen lassen

Wie sich die Corona-Krise auf die Sozialhilfe auswirkt, ist derzeit offen. Die Schweizerische Konferenz für Sozialhilfe SKOS geht davon aus, dass sich die Sozialhilfe auf einen «mittelfristig starken Anstieg der Fallzahlen» vorbereiten muss.
 

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