Die Sozialhilfequote beträgt seit 2010 unverändert 3,2 Prozent, wie aus dem Bericht hervorgeht. Die Zahl entspricht dem Anteil all jener Personen an der ständigen Wohnbevölkerung, die mit Sozialhilfe unterstützt werden.

Insgesamt haben 2013 im Kanton Zürich 45'000 Personen Sozialhilfe bezogen. Die Nettoausgaben der Gemeinden beliefen sich auf gut 373 Millionen Franken, das sind 9 Millionen Franken weniger als im Vorjahr.

Im Verhältnis zur Bevölkerungsentwicklung seien die kommunalen Ausgaben für die Sozialhilfe damit seit 10 Jahren verhältnismässig stabil, teilten die Direktion der Justiz und des Innern und die Sicherheitsdirektion gemeinsam mit. So wurden 2004 noch 274 Franken pro Kopf aufgewendet. 2013 lag dieser Wert bei 266 Franken.

Durchschnittlicher Fall kostet 16'200 Franken

Der Bericht zeigt auch auf, dass gut ein Viertel der Sozialhilfebezügerinnen und -bezüger im Alter zwischen 15 und 65 Jahren einer Erwerbsarbeit nachgeht. Ein Drittel ist erwerbslos oder auf Stellensuche. 58 Prozent der unterstützten Erwachsenen verfügen über keine abgeschlossene Berufsausbildung.

Für einen durchschnittlichen Sozialhilfefall wurden 2013 rund 16'200 Franken ausbezahlt. Der grösste Budgetposten ist dabei der Mietzins. So machen die Wohnkosten gut 42 Prozent des Lebensbedarfs aus.

Knapp ein Drittel der Sozialhilfebezüger sind Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren. Dies hängt laut dem Bericht mit dem hohen Risiko von Alleinerziehenden zusammen, in die Sozialhilfe abzugleiten. Von diesen Haushalten bezieht mehr als jeder sechste (17,8 Prozent) Sozialhilfe. Paare mit Kindern weisen dagegen ein unterdurchschnittliches Sozialhilferisiko auf.

Höhere Mobilität

Im Vergleich zur Gesamtbevölkerung sind Sozialhilfebeziehende etwas mobiler. Dabei ziehen Familien mit Kindern sowie ältere Personen häufiger um. Eine Ausnahme bilden die 26- bis 35-Jährigen. Diese Gruppe ist etwas weniger mobil als die Gesamtbevölkerung.

Von den rund 45'000 Personen mit Sozialhilfe sind 4339 innerhalb der letzten beiden Jahre in eine Zürcher Gemeinde gezogen und sind dort 2013 erstmals unterstützt worden. Gut 10 Prozent davon kommen aus dem Ausland, knapp ein Viertel aus einem anderen Kanton. Zwei Drittel wohnte zuvor in einer anderen Zürcher Gemeinde.

Wie viele Personen im gleichen Zeitraum aus dem Kanton Zürich wegzogen oder in einem anderen Kanton Sozialhilfe bezogen, ist nicht bekannt. Berücksichtigt man die Wanderungen innerhalb des Kantons, so wies die Stadt Zürich die höchste Nettoabwanderung von Sozialhilfebezügern auf (-98 Personen). Die höchste Nettozuwanderung verzeichnete Winterthur (+166).

Der Sozialbericht des Kantons Zürich ist bereits zum dreizehnten Mal erschienen. Er wird gemeinsam vom Bundesamt für Statistik und vom kantonalen Sozialamt unter Mitwirkung des Statistischen Amts herausgegeben.