Dem am Dienstag veröffentlichten Strafbefehl ist zu entnehmen, dass die gebürtige Slowakin während rund zwei Jahren von der Stadt Zürich Sozialhilfegelder in der Höhe von rund 33'000 Franken bezog. Sie hatte gegenüber den Sozialen Diensten angegeben, dass sie arbeitslos sei und nicht über genügend Vermögenswerte verfüge.

An Gerichten in Zürich und Winterthur tätig

In Wahrheit arbeitete die gebürtige Slowakin als Gerichtsdolmetscherin für die spanische, tschechische und slowakische Sprache an Gerichten in Zürich und Winterthur. Für ihre Dienste erhielt sie von März 2012 bis August 2013 ein Honorar von rund 16'000 Franken.

Damit hätte sie auf die Fürsorgegelder laut Staatsanwaltschaft zumindest teilweise keinen Anspruch gehabt. Ob der Schuldspruch Konsequenzen für die berufliche Tätigkeit der Frau hat, ist noch unklar.

Die Staatsanwaltschaft verhängte das Urteil eigentlich bereits im März. Die Verurteilte wollte den Strafbefehl anfangs aber nicht akzeptieren, zog ihre Einsprache nun aber aus unbekannten Gründen zurück. Damit wird das Urteil rechtskräftig. (sda)