Bildung
Sonderpädagogische Förderung: Kleinklassen waren billiger

Die Kostensteigerung bei der sonderpädagogischen Förderung an der Volksschule in der Stadt Zürich soll gebremst werden. Der Gemeinderat überwies am Mittwoch ein entsprechendes FDP-Postulat mit 73 Ja- zu 40 Nein-Stimmen.

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Blick in eine Kleinklasse - als es diese noch gab.

Blick in eine Kleinklasse - als es diese noch gab.

Rolf Jenni

Mit dem neuen Volksschulgesetz hätten Vielfalt und Kosten der sonderpädagogischen Fördermassnahmen stark zugenommen, war die Begründung der FDP-Postulenten. Diese würden sich nur zum kleinsten Teil mit den veränderten Schülerzahlen an der Volksschule der Stadt Zürich begründen lassen.

Der Stadtrat solle deshalb prüfen, wie die Kostensteigerung in diesem Bereich gebremst oder allenfalls die Kosten gesenkt werden könnten. Gerold Lauber (CVP), Vorsteher des Schul- und Sportdepartements, zeigte sich bereit, das Postulat entgegenzunehmen.

Der Gemeinderat überwies zudem mit 94 Ja- zu 14 Nein-Stimmen ein FDP-Postulat, das bei Schülerinnen und Schülern mit Fördermassnahmen vermehrt auf Gruppenarbeiten setzt, wenn es zum Wohle des Kindes ist.

Mit der Revision des Volksschulgesetzes wurden 2009 im Kanton Zürich die Sonderschulen weitgehend abgeschafft. Kinder mit besonderen Lernbedürfnissen werden seither wenn immer möglich in der Regelklasse unterrichtet.

Seit 2005 haben die Kosten bei der sonderpädagogischen Förderung in der Stadt Zürich um 42 Prozent zugenommen. Ein Teil der Mehrausgaben ist darauf zurückzuführen, dass sich Bund und Kanton nicht mehr respektive nicht mehr gleich an den Kosten beteiligen.