Zürcher Bezirksgericht
Solothurner Journalistin legt Berufung gegen Freispruch von Dall ein

Nachdem das Zürcher Bezirksgericht den deutschen Entertainer Karl Dall im Dezember vom Vorwurf der Vergewaltigung freigesprochen hatte, hat das angebliche Opfer, eine Solothurner Journalistin, Berufung eingelegt.

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Muss sich wohl erneut vor Gericht verantworten: Karl Dall. (Archiv)

Muss sich wohl erneut vor Gericht verantworten: Karl Dall. (Archiv)

Keystone

Auch die Staatsanwaltschaft hat Berufung angemeldet, wie Corinne Bouvard, die Sprecherin der Oberstaatsanwaltschaft, am Montag einen Bericht in der Samstagsausgabe des "Tages-Anzeiger" bestätigte. Die Staatsanwaltschaft warte jedoch noch auf das begründete Urteil. Erst dann will sie endgültig entscheiden, ob sie den Fall ans Obergericht weiterzieht.

Die 43-jährige ehemalige Journalistin aus dem Kanton Solothurn hatte den 71-jährigen Entertainer beschuldigt, sie im September 2013 in einem Hotelzimmer vergewaltigt zu haben.

Das Bezirksgericht sprach Karl Dall vom Vorwurf der Vergewaltigung und versuchten Nötigung frei. Es war der Überzeugung, dass die Beweislage für eine Verurteilung nicht ausreiche. Nach Auffassung des Gerichts gab es in den Aussagen der Frau viele Ungereimtheiten. Sie ist wegen Stalking in zwei anderen Fällen rechtskräftig vorbestraft.