Der Entscheid in der Kommission fiel äusserst knapp. Nach einer Patt-Situation von 7 gegen 7 Stimmen gab Kommissionspräsident Hans Heinrich Raths (SVP) den Stichentscheid, wie aus der Mitteilung der WAK vom Donnerstag hervorgeht. Die Abschaffung oder Senkung des so genannten "13ers" ist im Kantonsrat immer wieder ein Thema.

Die WAK beantragt nun dem Parlament, einer geänderten parlamentarischen Initiative (PI) der FDP zuzustimmen, um die Steuerpflichtigen mit hohem Einkommen zu entlasten. Im Gegensatz zur ursprünglichen PI wird im neuen Vorschlag der per 2012 erfolgte Ausgleich der kalten Progression berücksichtigt.

Gleichzeitig mit der Abschaffung der obersten Progressionsstufe wird auch die Abflachung des Progressionsverlaufs gefordert. Die beiden Änderungen seien von grosser Bedeutung, betont die Kommissionsmehrheit.

Die Position des Kantons Zürich habe sich bei Steuerpflichtigen mit einem hohen bis sehr hohen Einkommen in den letzten Jahren stetig verschlechtert. Mit der PI könne die Wettbewerbsfähigkeit des Kantons wieder verbessert werden.

Die Kommissionsminderheit weist hingegen darauf hin, dass im Standortwettbewerb viele weitere Faktoren eine wesentlich grössere Rolle spielen würden als die Steuerbelastung. Sie befürchtet zudem Steuerausfälle von jährlich schätzungsweise 365 Millionen Franken, welche die Finanzperspektiven nicht zuliessen.