Zürich
Söhne von Zürichs Polizeivorsteher sollen angeblich Hausbesetzer sein

Der Züricher Polizeivorsteher Richard Wolff will sich nicht darüber äussern, was die Art der Behausung seiner Kinder angeht. Es wird gemunkelt, dass zwei seiner drei Söhne in besetzten Häusern leben.

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Zürcher Polizeivorsteher Richard Wolff

Zürcher Polizeivorsteher Richard Wolff

Keystone

Über zwei der drei Söhne von Richard Wolff wird derzeit getuschelt. Wohnen sie in besetzten Häuser? Wohnten sie auf dem jetzt geräumten Binzareal und sind nun mit anderen Besetzern auf das Koch-Areal umgezogen? Fragen, die der Polizeivorsteher Wolff nicht beantworten will.

Auf dem Koch-Areal fand am letzten Wochenende ein Sommerfest statt, das sich auch der Stadtrat persönlich zu Gemüte führte, wie der Tagesanzeiger schreibt. Als er vor Ort von einem Journalisten auf seine Söhne angesprochen wurde, wollte er dazu keinen Kommentar abgeben.

Auf einen Brief der Zeitung wollte Wolff nicht antworten. Dies erklärte er mit dem Hinweis auf den Schutz seiner Privatsphäre.

Leupi müsste Entscheide übernehmen

Trotzdem: Sollte sich bewahrheiten, was über Wolffs Söhne gemunkelt wird, muss der Stadtrat den Entscheid über eine allfällige Räumung der Behausung seiner Kinder seinem Vorgänger Daniel Leupi überlassen. Denn das Verwaltungsrechtspflegegesetz sieht vor, dass ein Stadtrat keine Entscheide treffen darf, sollte er mit einer Partei in gerader Linie oder in der Seitenlinie bis zu dritten Grade verwandt sein.

Einige der Binz-Besetzer sind nach der Räumungsaufforderung der Stadt auf das Koch-Areal gezogen. Dieses ist derzeit ungenutzt und gehört der UBS. Über eine Zwischenlösung wird derzeit verhandelt. Eine Räumung des Areals sei nicht geplant.