Obwohl die Erträge im stationären und ambulanten Bereich stiegen, hat das Triemlispital im vergangenen Jahr dennoch einen Verlust eingefahren. Gründe liegen im spitalweiten Wachstum, welches unter den durchschnittlichen Erfahrungswerten blieb und dem "Jahrhundertprojekt" des neuen Bettenhauses, das bisher nur mangelhaft ausgelastet ist. Letzteres führte dazu, dass die Aufwände grösser ausfielen als erwartet.

Gemäss dem städtischen Gesundheits- und Umweltdepartement musste eine Ergebniskorrektur in der Höhe von 19,3 Millionen Franken vorgenommen werden, wie die "NZZ" berichtet. Das Triemlispital muss deshalb drastische Sofortmassnahmen ergreifen: Bis auf weiteres werden keine neuen Stellen mehr bewilligt. Anstehende Investitionen und Projekte werden zurückgehalten oder nur ermöglicht, wenn «eine dringende medizinische Notwendigkeit besteht», zitiert die "NZZ" den Trimesterbericht des Triemlispitals.

Zusatzversicherte anlocken

Auch die Einarbeitung neuer Funktionen, welche das Personal stark und mehr als ursprünglich angenommen beansprucht habe, trage zu den Mehrkosten bei. Zudem hätten temporäre Arbeitskräfte eingestellt werden müssen, um das Personal nach dem Bezug des neuen Bettenhauses zu entlasten.

Mit dem Brand "Top of Triemli" versucht die Leitung nun die Patientenzahl zu steigern. Vor allem Zusatzversicherte sollen damit angelockt werden. Um langfristig bestehen zu können, sei es notwendig, zusatzversicherte Patienten im Triemlispital zu behandeln, teilte Erwin Carigiet, Direktor des Zürcher Stadtspitals, der "NZZ" mit. Derzeit liege der Anteil der zusatzversicherten Patienten bei unter 20 Prozent.