Nachtclub-Massaker
So trauert die Schweiz um die Opfer von Orlando

Nach dem mutmasslich islamistisch motivierten Blutbad in einem Schwulenclub in Orlando, Florida, haben am Montag zahlreiche Städte und Regierungen weltweit ihre Solidarität mit den Betroffenen bekundet. Darunter waren auch Schweizer Städte.

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Trauerfeier in der Zürcher Predigerkirche
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Trauerfeier in der Zürcher Predigerkirche
Trauerfeier in der Zürcher Predigerkirche
Trauerfeier in der Zürcher Predigerkirche
Trauer um die Opfer von Orlando
Weltweite Solidarität mit den Opfern von Orlando
Weltweite Solidarität mit den Opfern von Orlando
Weltweite Solidarität mit den Opfern von Orlando
Weltweite Solidarität mit den Opfern von Orlando
Weltweite Solidarität mit den Opfern von Orlando

Trauerfeier in der Zürcher Predigerkirche

Keystone

Am Montag haben Menschen auch in Zürich, Bern und Lausanne der Opfer des Blutbades in einem Schwulenclub in Orlando gedacht. Auch Zürichs Stadtpräsidentin Corine Mauch und US-Botschafterin Suzan G. LeVine waren dabei.

Der Verein des Zurich Pride Festival gedachte mit weiteren Organisationen in der Predigerkirche in Zürich der 49 Todesopfer und über 50 Verletzten von Orlando. Unter anderem zündete Stadtpräsidentin Corine Mauch Kerzen für die Opfer an. Mauch hatte 2014 ihre langjährige Lebensgefährtin geheiratet.

In Bern haben gemäss dem Schwulenverband Pink Cross rund 30 Personen mit einer Mahnwache vor der amerikanischen Botschaft der Opfer, Verletzten und Angehörigen gedacht. Unter den Teilnehmenden war auch US-Botschafterin Suzan G. LeVine. Auf der Place de l'Europe in Lausanne versammelten sich ebenfalls Menschen, um ihre Solidarität auszudrücken.

Weltweite Solidarität

Das One World Trade Center in New York liess seine Antenne in den Regenbogenfarben der Schwulen- und Lesbenbewegung erstrahlen. Am Empire State Building blieben die Lichter in der Nacht zum Montag dagegen aus. Auf allen Bundesgebäuden in den USA wehten die Flaggen auf Halbmast. US-Präsident Barack Obama sprach von einem "Akt des Terrors und des Hasses".

Der Pariser Eiffelturm wechselte seine Farben. Im Gedenken an die Getöteten von Orlandowerde das weltweit bekannte Wahrzeichen der französischen Hauptstadt am Montagabend in den Regenbogenfarben der Schwulen- und Lesbenbewegung angeleuchtet, hiess es offiziell. Auch das Pariser Rathaus hisste am Montag ein Regenbogen-Banner. Und auch in Berlin wehten Regenbogenfahnen über dem Pariser Platz am Brandenburger Tor, wo auch die US-Botschaft steht.

Schwulenbars im Zentrum Londons wollten am Montagabend zum Gedenken an die Opfer des Massakers in Orlando eine Mahnwache abhalten. Die Lokale im Stadtteil Soho sollten ab 19 Uhr (Ortszeit) eine Stunde lang geschlossen bleiben, wie Tom Knight, Organisator der Initiative, der Zeitung "Gay Times" sagte. Auch für das Londoner Gay-Pride-Festival am 25. Juni sei eine Schweigeminute geplant, hiess es.

Auch Israel erklärte seine Solidarität mit den Opfern. Staatspräsident Reuven Rivlin sprach von einem "feigen und abscheulichen Angriff". Regierungschef Benjamin Netanjahu verurteilte die "bösartige Attacke". Das Gebäude der Tel Aviver Stadtverwaltung war am Sonntagabend abwechselnd in Regenbogenfarben und in den Farben der US-Flagge erleuchtet.

Und auch die Palästinenser bekundeten ihre Solidarität. "Die Regierung von Palästina verurteilt diesen sinnlosen Akt des Terrors und des Hasses in Orlando, Florida", teilte Ministerpräsident Rami Hamdallah am Montag mit. Und weiter: "Die Palästinenser stehen an der Seite der Amerikaner in dieser schwierigen Zeit."

Selbst das iranische Aussenministerium verurteilte am Montag das Massaker in Orlando. In einer Erklärung forderte Teheran eine ernsthafte und globale Zusammenarbeit zur Bekämpfung des Terrorismus - dieses "teuflischen Phänomens", wie es hiess.

Angriff auf Gay-Lokal
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Attentäter Omar Mateen wurde laut Augenzeugen wiederholt in dem Club in Orlando gesichtet, in dem er später dutzende Menschen tötete. (Archivbild)
Stand unter Beobachtung des FBI: Der mutmassliche Attentäter von Orlando, Omar Mateen. (Archivbild)
Der mutmassliche Täter: Der 29-jährige Omar Mateen. Twitter
Omar Mateen. key

Angriff auf Gay-Lokal

Keystone