Zürich
SNB-Verlust belastet Finanzhaushalt des Kantons Zürich

Der tiefere Goldpreis wirkt sich auch auf den Finanzhaushalt des Kantons Zürich aus. Im Budget 2014 wurde mit einer Gewinnausschüttung der Schweizerischen Nationalbank (SNB) von 116,5 Millionen Franken gerechnet.

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Muss den Gürtel enger schnallen: Zürichs Finanzdirektorin Ursula Gut

Muss den Gürtel enger schnallen: Zürichs Finanzdirektorin Ursula Gut

Keystone

Diese fällt nun weg. Laut Finanzdirektorin Ursula Gut hat dies Konsequenzen. Der Regierungsrat werde sich überlegen müssen, ob und welche Massnahmen er ergreifen müsse, sagte die freisinnige Regierungsrätin am Montag auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. 116,5 Millionen Franken seien ein "erheblicher Betrag". Dies entspreche immerhin zwei Steuerfussprozenten.

Der Regierungsrat werde sich in den kommenden Wochen mit dem Thema befassen. Zuerst werde die Finanzdirektion nun eine Auslegeordnung vornehmen. "Eine mögliche Folge wären Sparmassnahmen", sagte Gut.

Das Zürcher Kantonsparlament hat Mitte Dezember das Budget für 2014 mit einem Plus von 57,2 Millionen Franken beschlossen. Der Ertragsüberschuss kam zustande, weil sich die bürgerlichen Fraktionen auf eine Pauschalkürzung in der Höhe von 150 Millionen Franken einigten. Der Entwurf des Regierungsrates hatte dagegen noch mit einem Defizit von 185 Millionen Franken gerechnet.

Mit dem nun bekanntgegebenen SNB-Verlust kommt der Kantonshaushalt unter Druck. Rechnet man die SNB-Gewinnausschüttung von 116,5 Millionen Franken aus dem Budget, wird aus dem Plus ein Defizit von 59,3 Millionen Franken.

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