Zürich
Siedlung "FOGO" beim Bahnhof Altstetten nimmt Form an

Temporäres Wohnen und Arbeiten am Vulkanplatz in Zürich Altstetten: Dies ermöglicht die Überbauung "FOGO" der Stiftung Einfach Wohnen (SEW) jungen Erwachsenen in Ausbildung, Flüchtlingen sowie kreativen Unternehmerinnen und Gewerblern.

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Hier entsteht gerade der ökologische Holzmodulbau "Wohnen am Vulkanplatz", der ab Dezember 2018 günstigen Wohnraum für junge Erwachsene in Ausbildung und für Geflüchtete bietet.

Hier entsteht gerade der ökologische Holzmodulbau "Wohnen am Vulkanplatz", der ab Dezember 2018 günstigen Wohnraum für junge Erwachsene in Ausbildung und für Geflüchtete bietet.

Zur Verfügung gestellt

"FOGO" prägt für die nächsten 20 Jahre die bisher nur als Abstellplatz genutzten Flächen auf dem Geerenweg-Areal neben dem Bahnhof Altstetten. Das Siedlungsprojekt trägt - inspiriert vom gegenüberliegenden Vulkanplatz - den Namen eines Vulkans.

Mit der Überbauung "FOGO" gehen die Stiftung Einfach Wohnen (SEW), die Asyorganisation Zürich (AOZ) und der Verein Jugendwohnnetz Juwo neue Wege. Dies teilte das Sozialdepartement der Stadt Zürich am Montag mit.

Der ökologische Holzmodulbau "Wohnen am Vulkanplatz" bietet ab Dezember 2018 günstigen Wohnraum für junge Erwachsene in Ausbildung und für Geflüchtete. In die daneben entstehende temporäre Wohn- und Gewerbesiedlung ziehen ab Anfang 2019 Flüchtlinge sowie Gewerbetreibende ein. Auch der verschobene Standplatz für Fahrende gehört zum Gesamtkonzept.

Wohnraum für Studierende und Flüchtlinge

Auf der Westseite des Geerenweg-Areals erstellt die Stiftung Einfach Wohnen bis im Dezember 2018 33 Wohnungen mit jeweils drei oder fünf Schlafzimmern. Das am Projekt beteiligte Jugendwohnnetz Juwo mietet 22 Wohnungen für junge Menschen in Ausbildung, die AOZ 11 Wohnungen für die Unterbringung von Geflüchteten.

Die Miete pro Zimmer beträgt für die Studierenden durchschnittlich 550 Franken brutto. Alle Zimmer sind bereits reserviert. "Wohnen am Vulkanplatz" enthält zudem Räume für gemeinsame Nutzungen, unter anderem einen Veranstaltungsraum.

Die Stiftung rechnet für ihr Bauprojekt mit Erstellungskosten von rund zwölf Millionen Franken. Diese sollen durch die Mieteinnahmen wieder zurückfliessen.

Acht Millionen Franken kostet das Projekt

Damit rechnet auch die Asylorganisation Zürich (AOZ). Für ihr Umzugs- und Bauprojekt veranschlagt die AOZ Gesamtkosten von rund acht Millionen Franken.

Umzugs- und Baukosten entstehen, da im September 2018 Zürichs erste temporäre Wohnsiedlung für Asylsuchende in Leutschenbach abgebaut wurde und auf der Ostseite des Geerenweg-Areals, neben der SEW-Siedlung, wieder aufgebaut wird.

Die fünf Wohntrakte für insgesamt 150 Flüchtlinge mit Einheiten für jeweils 6 bis 10 Personen kommen allerdings an einem lärmexponierten Ort zu stehen. "FOGO" mache aus dieser Not eine Tugend, heisst es in der Mitteilung.

So werden im Lärmschutzmantel um die Wohnsiedlung Räume für Kleingewerbe, Jungunternehmen sowie Kunst- und Kulturschaffende erstellt. Vorgesehen sind auch öffentlich zugängliche Gastronomie-Angebote sowie Spiel- und Sportmöglichkeiten.

Die Bewohnerinnen und Bewohner der AOZ-Wohnsiedlung sowie die Mietenden im Gewerbeteil werden ab Anfang 2019 etappenweise einziehen. (sda)