Zürich
Siebers «Pfuusbus» bietet deutlich mehr Obdachlosen Unterschlupf

Im "Pfuusbus" der Sozialwerke Pfarrer Sieber (SWS) ist am Mittwoch die Saison zu Ende gegangen. Der Bus für Obdachlose in der Nähe des Zürcher Strassenverkehrsamtes verzeichnete in den vergangenen fünf Monaten 3873 Übernachtungen. Das sind über 700 mehr als im Vorjahr.

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Der «Pfuusbus» bietet Platz für 15 Übernachtungsgäste.

Der «Pfuusbus» bietet Platz für 15 Übernachtungsgäste.

Sabina Galbiati

Der "Pfuusbus" wurde von 278 Personen genutzt, wie die SWS mitteilten. Während 150 Nächten haben zwei Hüttenwarte die Unterkunft für Obdachlose betreut. Und zwei zusätzliche Freiwillige haben mehr als 1400 Abendessen zubereitet.

In einem separaten Zelt, dem sogenannten Iglu in Seebach, wurden 206 obdachlose Arbeitsmigranten untergebracht. Diese verbrachten insgesamt 1466 Nächte in der Obhut des Sozialwerkes.

Die Steigerung der Übernachtungen um 42 Prozent lasse sich vor allem damit erklären, dass das Iglu in den drei Betriebsmonaten jeden Abend nicht nur Wanderarbeiter aufgenommen habe sondern alle Obdachlosen, damit niemand die Nacht auf Zürichs Strassen verbringen musste.

Rund zwei Drittel der Arbeitsmigranten stammten aus Rumänien. In den wärmeren Monaten sind sie vor allem in der Schweizer Landwirtschaft beschäftigt. Keine Auswirkungen auf die Belegungszahlen im Iglu hatte laut SWS die Flüchtlingskrise.