Prix Balance
Sieben Zürcher Unternehmen mit «Prix Balance ZH» ausgezeichnet

Zum zweiten Mal hat der Kanton den Prix Balance verliehen – damit will er Firmen ehren, die der privaten Situation ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Rechnung tragen.

Elisabetta Antonelli
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Einer der Hauptpreisträger ist die Kochgeschirrherstellerin Kuhn Rikon. Mit dem «Prix Balance ZH» werden jene Firmen ausgezeichnet, die ihren Mitarbeitenden die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben «auf hervorragende Art» ermöglichen.

Einer der Hauptpreisträger ist die Kochgeschirrherstellerin Kuhn Rikon. Mit dem «Prix Balance ZH» werden jene Firmen ausgezeichnet, die ihren Mitarbeitenden die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben «auf hervorragende Art» ermöglichen.

Keystone

Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen, ist für Mütter und Väter nicht immer einfach. Dafür braucht es Arbeitgeber, welche die Lebenssituation aller berücksichtigt. Der Kanton Zürich will die Vereinbarkeit von Arbeit und Privatem fördern – unter anderem mit dem Prix Balance, der gestern zum zweiten Mal verliehen worden ist.

76 Unternehmen, öffentliche Verwaltungen und Nichtregierungsorganisationen haben sich beworben. Sieben von ihnen sind von einer Jury als Hauptpreisträger erkoren worden: der Hug Verlag, das Departementssekretariat des Stadtzürcher Hochbaudepartements, die Kuhn Rikon AG, Netcetera, das Kompetenzzentrum Pflege und Gesundheit KZU, die Empa und die Zürcher Kantonalbank. Sie alle bieten in den Augen der acht Jurymitglieder ihren Mitarbeitenden fortschrittliche Arbeitsbedingungen.

Helena Trachsel, Leiterin der kantonalen Fachstelle für Gleichstellung von Frau und Mann, freut sich, dass sich dieses Mal 25 Firmen mehr für den Prix Balance beworben haben als bei der ersten Ausschreibung. «Das zeigt, dass viele Arbeitgebende realisieren, dass die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ein ‹return on investment› bedeutet.»

Faire Arbeitgeber im Vorteil

An der gestrigen Preisverleihung betonte Volkswirtschaftsdirektor Ernst Stocker (SVP), wie wichtig die Vereinbarkeit von Beruf und Privatem auch aus volkswirtschaftlicher Sicht ist — etwa im Hinblick auf den Fachkräftemangel. Im Wettbewerb um die besten Fachkräfte seien jene Unternehmen im Vorteil, «die sich als attraktiver Arbeitgeber positionieren können». Daniel Obrist von Kuhn Rikon im Tösstal freut sich über den Prix Balance: «Das ist Anerkennung und Motivation.» Für die Preisträgerin Empa gehört Vereinbarkeit von Familie und Beruf schon lange zur Unternehmenskultur. Eine eigene Kindertagesstätte, flexible Arbeitszeiten oder Vaterschaftszeit sind schon seit längerem realisiert.

«Teilzeit ist auf allen Stufen möglich — wir schauen jede Situation einzeln an», sagt André Schmid, Leiter Personal. Bei der Empa herrsche eine gewisse Offenheit. «Vereinbarkeit ist auch Einstellungssache. Bei uns sind auch Männer voll dabei, die Teilzeit arbeiten.» Neben dem Hauptpreis wurden auch zwei Ehren- und drei Ermutigungspreise verliehen: für Firmen, die kontinuierliches Engagement zeigen, und solche, die für ihre Branche sehr fortschrittlich sind.

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