Dietlikon
Sieben Beschwerden gegen Einbahnregime verzögern Strassenbauprojekt

Die Baumaschinen werden in Dietlikon doch nicht bereits in diesem Jahr auffahren: Mehrere Beschwerden verzögern das Strassenbauprojekt, mit dem Kanton und Gemeinde den Verkehr im Dietliker Industriegebiet verflüssigen wollen.

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Die Verkehrssituation an der Industriestrasse ist seit längerer Zeit unbefriedigend.

Die Verkehrssituation an der Industriestrasse ist seit längerer Zeit unbefriedigend.

Keystone

Gegen das 24 Millionen Franken teure Projekt sind beim Zürcher Verwaltungsgericht sieben Beschwerden eingegangen, wie die kantonale Baudirektion am Mittwoch mitteilte. Die Realisierung verzögere sich damit auf unbestimmte Zeit.

Die Verkehrssituation im südlichen Industrie- und Gewerbegebiet von Dietlikon ist seit längerer Zeit unbefriedigend: Die öV-Busse sind im Stau verspätet unterwegs und die Rückstaus tangieren die Ausfahrt der Autobahn A1 beim Brüttiseller Kreuz.

Das Projekt des Kantons Zürich und der Gemeinde Dietlikon sieht ein Kreisverkehrssystem vor: Der motorisierte Individualverkehr soll im Einbahnregime im Kreis geführt werden. Eine bisherige Gegenverkehrsspur wird als Busspur und Velostreifen genutzt.

Dank Anpassungen an Kreuzungen, Abbiegespuren und Lichtsignalanlagen könnten gemäss Baudirektion "die Grünzeiten besser ausgenutzt und die Kapazitäten gesteigert werden". Damit liesse sich der Verkehr verflüssigen, das Siedlungsgebiet entlasten und die Sicherheit erhöhen. Doch zuerst muss sich nun das Verwaltungsgericht mit dem Projekt auseinandersetzen.