Zürich General-Guisan-Quai

Sicherheitsgefahr bei 100-jährigen Bäumen: 50 von 64 Bäumen müssen gefällt werden

Die Ersten Bäume werden gefällt

Ein Baum wird abtransportiert.

In der Seeanlage am Zürcher General-Guisan-Quai ist die Standsicherheit von 50 Bäumen beeinträchtigt: Die rund 100 Jahre alten Bäume müssen deshalb aus Sicherheitsgründen gefällt werden. Bei 14 von ihnen war die Gefahr eines Umsturzes derart gross, dass sie noch am Dienstag entfernt wurden.

In der denkmalgeschützten Anlage zwischen Schanzengraben und Arboretum stehen vier Baumreihen zu je 16 Bäume. Nur die Reihe an der Strasse, die erst im Jahr 2002 angepflanzt wurde, kann stehen bleiben. Alle übrigen Bäume müssen weichen, wie Grün Stadt Zürich am Dienstag mitteilte.

Am 18. März hatten Windböen in der Anlage einen Trompetenbaum umgeworfen. Eine Woche darauf wurde eine sehr schief stehende Rosskastanie vorsorglich gefällt, kurz darauf mussten drei weitere Bäume weichen. Die alten Bäume wiesen abgefaulte Hauptwurzeln sowie einen Befall durch holzzersetzende Pilze auf.

In der Folge wurden alle verbliebenen Bäume in der Parkanlage überprüft: Dabei zeigte sich, dass die Standsicherheit aller alten Bäume beeinträchtigt ist. Bei fast allen gibt es auch Hinweise auf Fäulnis im Stammfuss.

Junge Ersatz-Bäume

Der Grund für diese Schädigung ist neben dem Alter "vermutlich die Sanierung der Anlage 2002, als zum Ausgleich der unterschiedlichen Standniveaus die Wurzelbereiche aufgefüllt wurden", wie Grün Stadt Zürich schreibt. Eine Rolle spiele wohl auch die Bodenverdichtung durch Fahrzeuge, die bei Anlässen das Gelände für den Auf- und Abbau der Infrastruktur befahren.

Stadtrat Filippo Leutenegger

Stadtrat Filippo Leutenegger

Damit in Zukunft nicht mehr wieder zahlreiche Bäume gefällt werden müssen, werde man sogenannte "Baumgruben" bauen, so der Stadtrat.

"Um die Sicherheit der Anlage weiterhin zu gewährleisten, ist der Ersatz sämtlicher 50 alter Bäume unumgänglich." Sie werden gemäss Mitteilung in drei Etappen entfernt. Die zeitliche Umsetzung richtet sich nach dem Grad der Schädigung und den Erkenntnissen aus den fortlaufenden Baumkontrollen.

Weil bei 14 Bäumen die akute Gefahr bestand, dass auch sie durch Windwurf umfallen könnten, wurden sie bereits am Dienstagmorgen gefällt. Die übrigen werden im Winter 2017/2018 und im Winter 2018/2019 weichen. Frühestens im kommenden Herbst werden die ersten jungen Ersatz-Bäume gepflanzt.

Verwandte Themen:

Meistgesehen

Artboard 1