Sicherheit
Strassenlampen in Langnau am Albis bleiben doch an: Sicherheit vor Finanzen

Ein Entscheid der Gemeindeversammlung, die Einschaltung der Strassenbeleuchtung von fünf auf sechs Uhr zu verschieben, ist neu beurteilt worden. Der Sicherheitsaspekt ginge vor. Lange wurde dieser ignoriert.

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Die Strassenbeleuchtung in Langnau am Albis wird auch künftig um fünf Uhr eingeschaltet.

Die Strassenbeleuchtung in Langnau am Albis wird auch künftig um fünf Uhr eingeschaltet.

Claudia Meier / Aargauer Zeitung

Rund 4000 Franken hatte die Gemeinde Langnau am Albis im Jahr einsparen wollen: Die Strassenlampen werden nun aber, entgegen des Gemeindeversammlungsbeschlusses vom Dezember 2018, doch weiterhin um 5 Uhr eingeschaltet, und nicht erst um 6 Uhr.

Der Gemeinderat musste sich auf Geheiss des Baurekursgerichts der Sache erneut annehmen - und er ist dabei zum Schluss gekommen, dass sich der Gemeindeversammlungsbeschluss nicht umsetzen lässt, wie die Zürichsee-Zeitung am Freitag berichtete.

Keine Überprüfung der Sicherheit im Entscheid

Denn das Baurekursgericht hatte einem Bürger Recht gegeben und kritisiert, dass der Entscheid für das spätere Einschalten der Strassenlampen einzig finanziell begründet worden sei. Es ginge aber primär um die Verkehrssicherheit und deren Beeinträchtigung sei nicht überprüft worden.

Der Gemeinderat legte nun bei seiner Neubeurteilung «den Fokus auf die Sicherheit der Fussgänger», wie dem am Freitag amtlich publizierten Beschluss zu entnehmen ist. Der Weg sei für Fussgänger rechtzeitig für die ersten abfahrenden öffentlichen Verkehrsmittel zu beleuchten. Es bleibt deshalb bei der Einschaltzeit von 5 Uhr.

Auch Argumente bezüglich Lichtverschmutzung vermögen den Sicherheitsaspekt nicht in den Hintergrund zu drängen. Zumal er plant, die rund 600 Leuchten in der Gemeinde bis 2025 komplett auf intelligent gesteuerte LED-Leuchten umzurüsten. (sda)

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