Bezirksgericht Zürich

Sexueller Übergriff in Zürcher Park - drei Jahre Freiheitsstrafe

Die Opfer wurden in einer Parkanlage in Zürich missbraucht (Themenbild).

Die Opfer wurden in einer Parkanlage in Zürich missbraucht (Themenbild).

Zwei massiv betrunkene junge Frauen wurden in einem Zürcher Park sexuell missbraucht. Nach Angaben des Beschuldigten wurde er in Versuchung geführt. Das Bezirksgericht Zürich will davon aber nichts wissen.

Es geschah im Sommer 2013 in einem Zürcher Park: Zwei massiv betrunkene junge Frauen lagen am Boden als ein Mann die Situation ergriff und über die beiden herfiel.

Gegen ihren Willen soll er die eine zuerst vergewaltigt haben. Ihre Hilferufe ignorierte er, und ihre Versuche, sich wegzudrehen, habe er mit seinem Körpergewicht vereitelt, wie der Tages-Anzeiger berichtete. Danach soll er an der zweiten jungen Frau, welche sich in einem fast bewusstlosen Zustand befand, Oralverkehr vollzogen haben. Erst als die alarmierte Polizei vor Ort eintraf, habe er aufgehört.  

Mit Zeichen angelockt 

Wegen Vergewaltigung und Schändung verlangte der Staatsanwalt eine unbedingte Freiheitsstrafe von vier Jahren. Der Beschuldigte bestritt die Vorwürfe und erklärte, dass die eine Frau ihn mit einem Zeichen angelockt und auch ihre Hose selber ausgezogen hätte. Mit der anderen Frau habe er gar keinen Kontakt gehabt. Diese sei mit einem anderen Mann beschäftigt gewesen. 

Obwohl ein Vaginalabstrich ohne jeden Zweifel Spermarückstände von ihm vorwies, wehrte er die Beschuldigungen ab und bezeichnete sie als ihm schleierhaft. 

Drei Jahre Freiheitsstrafe

Das Bezirksgericht entschied, dass die Schuld nicht die jungen Frauen treffe, sondern den Beschuldigten. Gemäss Tages-Anzeiger, habe er «die Gelegenheit beim Schopf gepackt», die Situation «schamlos ausgenützt» und die jungen Frauen «wie einen Gegenstand benutzt». Das Gericht verurteilte den Schweizer zu einer Freiheitsstrafe von 36 Monaten. 18 Monate davon muss er absitzen.

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