Internetpranger
Sexuelle Nötigung in S-Bahn: Polizei stellt verpixelte Bilder ins Netz

Ein mutmasslicher Sexualstraftäter hat sich noch nicht bei der Zürcher Stadtpolizei gemeldet. Diese veröffentlicht deshalb am Montag verpixelte Bilder von ihm im Internet. Zeigt dies keine Wirkung, werden die Bilder unverpixelt aufgeschaltet

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Bilder der Überwachungskamera der S2.

Bilder der Überwachungskamera der S2.

Stapo Zürich

Der Mann soll Anfang März in einer S-Bahn eine junge Frau sexuell genötigt und beraubt haben. Der Übergriff soll am Vormittag des 8. März in der S2 erfolgt sein, die fahrplanmässig um 9.19 Uhr von Zürich-Oerlikon in Richtung Flughafen abgefahren ist.

Beide Personen waren kurz vor Abfahrt in Oerlikon eingestiegen. Zuvor waren sie mit dem Regio Express von Schaffhausen her angekommen. Der Unbekannte war in Schaffhausen eingestiegen, die 26-jährige Frau in Bülach.

Videobilder zeigen, wie der Unbekannte während der kurzen Fahrt die junge Frau in die Zugstoilette drängt. Am Flughafen-Bahnhof stieg er aus. Die Frau erstattete am nächsten Tag Anzeige. Der Mann habe sie sexuell genötigt und ihre Wertsachen geraubt, sagte sie der Polizei.

Laut einem Polizeisprecher ist dies das erste Mal, dass die Zürcher Stadtpolizei einen Sextäter an den Internetpranger stellt. Bisher tat sie dies mit Fussball-Hooligans oder Bankräubern.