Sie küssten sich mit der Zunge und berühten sich an intimen Stellen: Wegen sexuellen Handlungen soll der 21-jährige Berliner zu einer bedingten Geldstrafe verurteilt und für fünf Jahre des Landes verwiesen werden. Das fordert die Staatsanwaltschaft, wie Tele Züri berichtet. 

Die beiden hatten sich im Chat eines Online-Rollenspiels kennengelernt. Der Mann erfuhr dabei, dass Céline minderjährig ist. Trotzdem stimmte er zu, sie in der realen Welt zu treffen. 

Es war schliesslich Anfang November 2016, als das Mädchen spurlos verschwand und ihre Mutter im Ungewissen zurückliess. Diese meldete ihre Tochter als vermisst. Die Familie startete eine Suchaktion. Nach drei langen Tagen wurden die beiden in Uster aufgegriffen. Sie hatten sich in einem Waldstück und einem Maisfeld versteckt. 

Der Verteidiger des Mannes sagt gegenüber der "NZZ", sein Klient habe keine sexuellen Absichten gehabt. Er sehe aber ein, dass es ein Fehler gewesen sei, diese Nähe zu einer Minderjährigen zu suchen. Er macht falsch verstandene Verliebtheit geltend. 

Der Prozess soll Mitte Mai am Bezirksgericht Uster stattfinden. Der Beschuldigte muss offenbar nicht persönlich anwesend sein.