Langsamverkehr
Separate Verkehrsflächen: Markierung soll Konflikte in Langstrassen-Unterführung beheben

In der Langstrassen-Unterführung in Zürich kommt es zwischen Velofahrern und Fussgängern immer wieder zu Konflikten: Als Übergangslösung testet die Stadt nun ab 2. Mai, ob sich mit einer Markierung die Verkehrssicherheit erhöhen und der Ärger verringern lässt.

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Täglich teilen sich 8500 Velofahrer und 3500 Fussgänger die bloss vier Meter breite Langstrassen-Unterführung.

Täglich teilen sich 8500 Velofahrer und 3500 Fussgänger die bloss vier Meter breite Langstrassen-Unterführung.

Keystone

Es ist eng in der Langstrassen-Unterführung: Den bloss vier Meter breiten Abschnitt müssen sich täglich 8500 Velofahrer und 3500 Fussgänger teilen. "Konflikte und Unfälle (15 Ereignisse in drei Jahren) sind die Folge", hält die Dienstabteilung Verkehr der Stadt Zürich in einer Mitteilung vom Donnerstag fest.

Diese Verhältnisse seien nicht nur bei den Benutzern, sondern auch in der Verwaltung seit langem ein Thema, die Situation sei unbefriedigend, heisst es weiter. Derzeit prüft die Stadt, ob eine Verbreiterung der Langstrassen-Unterführung möglich ist.

Separate Verkehrsfläche

Da sich eine solche bauliche Massnahme aber nicht von heute auf morgen realisieren lässt, versucht es die Stadt nun mit einer einfachen Markierung: "Velofahrende und Zufussgehende erhalten in den beiden Unterführungen jeweils eine separate Verkehrsfläche zugewiesen."

Mit den Markierungen "Längsstreifen für Fussgänger" erfolgt eine optische Trennung von Fuss- und Veloverkehr. Der Bereich mit den Längsstreifen gehört primär den Fussgängerinnen und Fussgängern – Velofahrer dürften ihn aber ausnahmsweise und mit der gebotenen Vorsicht befahren, heisst es in der Mitteilung. "Mit dem Versuch sollen Erkenntisse gewonnen werden, ob eine solche Trennung positive Auswirkungen auf die Verkehrssicherheit und das Verkehrsklima hat."